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26. Oktober 2009

Vier Abteilungen proben gemeinsam

Die Dachsberger Feuerwehren simulierten einen Einsatz, bei dem auch Helfer des Görwihler DRK-Ortsverbands zum Zug kamen

  1. Um einen ohnmächtigen Atemschutzgeräteträger kümmerten sich Helfer der Feuerwehren und des Deutschen Roten Kreuzes in der gemeinsamen Probe. Foto: Christel Schuster-Stich

DACHSBERG. Das etwa drei Jahre alte Betriebsgebäude der Schreinerei Ebi in Happingen war Einsatzort für die Herbstabschlussprobe der Freiwilligen Feuerwehr Dachsberg. Einmal mehr stellten die Dachsberger Feuerwehrmänner und die Einsatzkräfte des Ortsverbandes Görwihl des Deutschen Roten Kreuzes (DRK) ihre Schlagkraft unter Beweis.

Kommandant und Einsatzleiter Michael Denz hatte ein sehr realistisches Szenario für die gemeinsame Übung aller vier Abteilungswehren erarbeitet: Im Lackierraum der Schreinerei war es zu einer Explosion gekommen. Der Raum war total verqualmt, zwei schwerverletzte Personen mussten gefunden, geborgen und versorgt werden. Im Sägemehlturm der Schreinerei galt es eine vermisste Person zu finden. Außerdem wurde ein Atemschutzträger vermisst, der vom Einsatz im verqualmten Gebäude nicht zurückgekommen war. Angenommen wurde, dass er im Lackierraum ohnmächtig geworden war.

Die Wehr musste die Wasserversorgung vom 400 Meter entfernten Wasserbehälter aufbauen. Etwa 70 Dachsberger Feuerwehrmänner der Abteilungen Urberg, Wittenschwand, Wolpadingen und Wilfingen waren mit vier Fahrzeugen im Einsatz. Das DRK Görwihl stand unter der Leitung von Willi Maier und war mit drei Fahrzeugen und sieben Helfern vor Ort.

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Die Leitstelle alarmierte die Einsatzkräfte per Meldeempfänger und über die örtlichen Sirenen. Kurz nach der Alarmierung waren die Abteilungswehren, die in ihren Gerätehäusern auf den Beginn der Übung gewartet hatten, zur Stelle. Die Atemschutzträger der Abteilungen Wilfingen und Wolpadingen machten sich sofort einsatzbereit und auf die Suche nach den Verletzten. Zwei Mitglieder des Jugendrotkreuzes spielten ihre Rollen sehr lebensnah und mimten überzeugend durch Verätzungen schwerverletzte Personen.

Unterdessen haben Mitglieder der Wilfinger Wehr die erste Wasserversorgung vom benachbarten Hydranten eingerichtet. Die Abteilung Wolpadingen verlegte Schläuche von der Einsatzstelle bis zum Haus Wesel. Dort war die Abteilung Wittenschwand für die Wasserentnahme aus dem Wasserbehälter mittels Pumpe verantwortlich. Die Abteilung Urberg, die die weiteste Anfahrt hatte, unterstützte die vorsorglichen Löscharbeiten beim Gebäude. Im Übungsablauf war kein Brand vorgesehen, es ging jedoch darum sicherzustellen, dass im Ernstfall eine ausreichende Menge Löschwasser vorhanden wäre. Während die Mehrzahl der Feuerwehrmänner mit der Einrichtung der Wasservorsorgung beschäftigt war, wurden weitere Atemschutzträger der Abteilungen Wittenschwand und Urberg angefordert, um die Suche nach der vermissten Person im Sägemehlturm zu unterstützen und den vermissten Kameraden im Lackierraum zu suchen.

Mittlerweile waren die beiden Verletzten gefunden und dem DRK zur Versorgung übergeben, dabei assistierten die Feuerwehrmänner. Das DRK nutzte die Übung um seinerseits sehr aufwändig das Anlegen von Infusionen und Verbänden, das Umbetten auf Tragen und den Transport der Verletzten zu proben. Der Vermisste aus dem Sägemehlturm, eine DRK-Helpi-Puppe, musste wiederbelebt werden. Hier konnten die Feuerwehrmänner zeigen, was sie im erst kürzlich absolvierten Erste-Hilfe-Auffrischungskurs gelernt haben. Bald war auch der ohnmächtige Atemschutzgeräteträger geborgen. Mit ihm übten DRK-Helfer, was im Ernstfall zu tun wäre. Eine engagierte Zuschauerin mit Kleinkind auf der Hüfte und Baby im Kinderwagen sorgte dann auch noch für eine ganz realistische Situation, indem sie zum Verletzten drängte, damit dem Nachwuchs das Anlegen der Infusion nur nicht entginge. "Die Zuschauer fünf Meter weg", hieß es da ganz entschieden.

Nach 40 Minuten wurde die Übung für beendet erklärt. Kommandant Michael Denz, Bürgermeister Helmut Kaiser und DRK-Einsatzleiter Willi Maier zeigten sich sehr zufrieden mit dem Verlauf.

Autor: Christel Schuster-Stich