Das Staunen des Siegers

Bettina Schaller und Uwe Rogowski

Von Bettina Schaller & Uwe Rogowski

Mi, 28. November 2018

Leichtathletik

Bruno Schumi aus Schopfheim in Lahr auf und davon / Tareq bei Basler Stadtlauf Zweiter, Kaiser Vierte.

LEICHTATHLETIK. Bruno Schumi aus Schopfheim war der überlegene Mann beim Nikolauslauf der LG Geroldseck Lahr, der unter den Laufsportlern großes Ansehen genießt. 428 Läufer und Walker waren dabei. Bei bestem Laufwetter wurde der Streckenrekord über die zehn Kilometer der Männer (unter 31 Minuten) auch in diesem Jahr und vom formstarken Schumi (LG Brandenkopf) nicht gebrochen. Omar Tareq (TuS Lörrach-Stetten), Celine Kaiser (Rheinfelden) und Hanspeter Scherr (Schopfheim) kamen derweil beim Basler Stadtlauf in die vorderen Plätze.

"Ich bin sehr zufrieden, auch wenn ich voll aus dem Training bin", sagte Bruno Schumi nach seinem Sieg. In 33:21 Minuten lief der Schopfheimer als Erster durchs Ziel, gefolgt von Sebastian Karl (34:31) und David Mild (LG Brandenkopf/34:52). 295 Männer und Frauen waren beim Hauptlauf am Start, wobei Bruno Schumi sich über seine gelaufene Zeit erstaunt zeigte: Auf dem ersten Kilometer sei er noch das allgemeine Tempo gelaufen, beim fünften Kilometer sei er dann aber ziemlich alleine gewesen.

Bruno Schumi: "Ich musste mein eigenes Rennen laufen."

"Ich musste dann mein eigenes Rennen laufen und konnte konstant meine Zeit halten, das hat mich erstaunt", sagte der passionierte Bergläufer. Schumi bedauert, dass viele Traditionsläufe "mangels schwindender Teilnehmerzahlen, mangels Interesses und mangels Helfern bei den Vereinen nicht mehr stattfinden". Für ihn war es ein erfolgreiches Jahr: Den Wehratallauf, den Rosskopflauf und den Trail21 gewann er in dieser Laufperiode. Zweiter wurde er im September beim 13. Belchen-Berglauf, was ihm den Sieg im Schwarzwald-Bergpokal sicherte.

Bei den Frauen holte in Lahr Anne Reischmann (Friedrichshafen) den Sieg. Sie ließ gerade einmal 18 Männer an sich vorbei. Auf Bruno Schumi hatte sie rund fünf Minuten Rückstand.

Beim Basler Stadtlauf, der sich großer Nachfrage erfreute und 8 000 Starter anlockte, verpasste Omar Tareq (TuS Lörrach-Stetten) einmal mehr nur knapp den Sieg in der Klasse M 20. Der Laufenburger, im Vorjahr in 16:27,7 Minuten Dritter, ist in Basel nicht vom Glück verfolgt, bei seiner fünften Teilnahme lief er die 7,5 Kilometer in persönlicher Bestzeit und passierte den Zielstrich nach 16:25,7 min. In einem schnellen Rennen wurde er hinter Thomas Gmuer (Schweiz) damit erneut Zweiter – 4,2 Sekunden fehlten ihm, so nah war Tareq noch nie am Sieg in Basel. 4,4 waren es vor drei Jahren. Schon zweimal auf dem Podest war er zudem Vierter und Sechster. In der M 20 ließ er 513 Konkurrenten hinter sich. Hanspeter Scherr aus Schopfheim lief in der M 50 (359 Klassierte) ein beherztes Rennen und wurde Dritter (18:52).

Auch Celine Kaiser (F 20) aus Rheinfelden zeigte eine starke Performance, sie ließ als Vierte mehr als 600 Konkurrentinnen hinter sich. Kaiser benötigte 19:40 min und finishte 1:10 hinter der Siegerin der letzten beiden Jahre, Christine Müller (Schweiz). Angelika Krämer aus Bad Säckingen (28:47) wurde Fünfte der F 65, Erika Marquardt-Wenger (SC Weil/34:21) Sechste der Kategorie W 70. Die gleiche Platzierung ging an Claudio Cortazzo aus Rheinfelden (M 40/19:49) und Nadja Hofer (Lörrach/F 35/22:22).

Weitere Ergebnisse: 7. Tamara Brückner- Weigmann (Kandern/F 55/25:10), 9. Aaron Kartje (Grenzach-W./U 20/19:04), 12. Daniel Lipp (Rheinfelden/M 45/20:04), 13. Steffen Kühnert (Weil/M 45/20:06), 14. Jürgen Hilpert (Waldshut-T./M 35/ 19:49), 17. Jana Schüpbach (Weil/U 20/ 24:06), 20. Horst Kellermann (Grenzach-W./M 55/22:38).