Bildungspolitik empört SPD

BZ-Redaktion

Von BZ-Redaktion

Do, 10. August 2017

Denzlingen

Schuldebatte in Denzlingen.

DENZLINGEN. Der SPD Ortsverein Denzlingen reagiert empört auf die plötzliche Verhinderung des Bildungskonzepts "Neue Realschule" des Verwaltungsverbandes Denzlingen, Reute, Vörstetten aufgrund der Schulgesetzesänderung der grün-schwarzen Landesregierung. "Das ist ein bildungspolitischer Rückschritt auf dem Rücken der Kinder", heißt es in einer Mitteilung. Die Eltern sollten wissen, dass das ursprünglich vorgesehene differenzierte Unterrichtsangebot in der fünften und sechsten Klasse nicht mehr angeboten werden dürfe. Dies sei zum Nachteil der Kinder, damit würden Chancen vieler Schüler auf einen Realschulabschluss verschlechtert.

Um möglichst vielen Hauptschülern den Zugang zu den Standards des Realschulabschlusses zu ermöglichen, sollte nach Auffassung der SPD die Festlegung auf die Bildungsziele von Hauptschule oder Realschule erst ab Klasse 8 erfolgen; damit jeder Jugendliche einen Schulabschluss entsprechend seinem Leistungsstand und seiner unterschiedlichen Entwicklungsmöglichkeiten machen kann. Die SPD zeigt sich verwundert, dass die Grünen im Landtag diesen von Kultusministerin Eisenmann eingeschlagenen Weg mitgehen, ganz im Gegensatz zu ihrer früheren Aussage, Abkehr vom dreigliedrigen Schulsystem und der frühen Auslese zu nehmen.