Kleine Geschenke, großes Dankeschön

BZ-Redaktion

Von BZ-Redaktion

Fr, 28. Dezember 2018

Denzlingen

Denzlinger feiern auf Initiative des Bürgermeisters und der Vermittlungsstelle für bürgerschaftliches Engagement gemeinsam Heiligabend.

DENZLINGEN (BZ). Denzlinger Bürgerinnen und Bürger, die Heiligabend nicht allein verbringen wollten, feierten die besinnlichen Stunden im Kleinen Saal des Kultur- und Bürgerhauses. Unter den Gästen befand sich auch Pfarrer Nelson Ribeiro. Die Veranstaltung fand auf Initiative von Bürgermeister Markus Hollemann und der Anlauf-, Informations- und Vermittlungsstelle für bürgerschaftliches Engagement (AIV) statt und wurde von Familie Hörnisch vom Restaurant Delcanto unterstützt.

Wie Teilnehmer berichteten, empfing ein Weihnachtsmann die angemeldeten Gäste mit einem freundlichen "Ho, ho, ho". Es gab einen Punsch für jeden – und schon war die erste Gelegenheit zum gegenseitigen Kennenlernen oder zur Begrüßung netter Bekannter gegeben. Die Tür zum Kleinen Saal blieb derweil noch geschlossen – wie es sich eben an Heiligabend für die gute Stube so gehört.

Besinnliche Worte von Bürgermeister Markus Hollemann ließen die Anwesenden still werden: "Es ist das Kind in der Krippe, warum wir heute hier zusammen sein dürfen. Unsere gemeinsame Krippe steht heute hier im KuB", sagte Hollemann. Dann öffneten sich die Türen, und fröhlich miteinander kommunizierende Menschen nahmen im festlich geschmückten Saal Platz. Freiwillige Helfer servierten flink ein typisch badisches Abendessen. Leise ertönten im Hintergrund weihnachtliche Klänge. Delcanto-Koch Radjan bereitete 85 Portionen Schäufele mit Kartoffel- und Feldsalat und ebenso ein Überraschungsdessert vor. Herbert Bickel führte als Moderator durch das Programm und brachte mit der Geschichte von der "Weihnachtsmaus" das Publikum zum Schmunzeln. Auch begleitete Bickel das gemeinsame Singen auf der Gitarre. Das gesamte Helferteam – mit allen nur erdenklichen Backgeräten – sang zusammen mit den Anwesenden das Lied von der "Weihnachtsbäckerei".

Der elfjährige Vincent Hörnisch erfreute am Klavier, und Schülerin Marlene Miller las die nachdenklich machende Geschichte "Der bessere Weg" vor. "Es war, als sei hier eine große Familie zusammengekommen, um das Weihnachtsfest zu feiern", sagte eine Teilnehmerin.

Das Licht war gedimmt. So kam zwischendrin die Frage auf, warum die Lichter am Christbaum nicht brennen. Doch dann kam der richtige Zeitpunkt, die Stimmung passte auch: Bei Weihnachtsliedern wie "Oh Tannenbaum" und "Süßer die Glocken nie klingen" sangen alle mit – und der Weihnachtsbaum erstrahlte. Alle Kerzen brannten. Bürgermeister Hollemann las die Weihnachtsgeschichte aus dem Lukas-Evangelium in der Übersetzung "Hoffnung für alle" vor. Jeder im Saal lauschte gespannt und andächtig den leicht verständlichen Worten.

Was aber wäre Weihnachten ohne Bescherung? Markus und Wilma Hollemann übernahmen diese Aufgabe: Jeder Gast erhielt ein kleines Geschenk, eine Mini-Krippe zur Erinnerung an diesen Abend. Inzwischen hatte wohl auch das Christkind unbemerkt reingeschaut und für die Kinder kleine Pakete unter dem geschmückten Tannenbaum verteilt. Diese wurden jetzt begeistert hervorgeholt.

Nach dem Applaus für alle ehrenamtlichen Helfer und dem Dank des Bürgermeisters übernahm es Pfarrer Ribeiro, im Namen der christlichen Gemeinden den Weihnachtssegen zu spenden.

Zum Abschluss das Lied "Stille Nacht, heilige Nacht"

Drei Stunden in familiärer Atmosphäre waren schnell vergangen. Zum Schluss wurde "Stille Nacht, heilige Nacht" gesungen, wie bei der Uraufführung vor 200 Jahren von der Gitarre begleitet. Der Abend endete um 21 Uhr, damit blieb für jeden noch Zeit, um nach Hause oder zur Christmette zu gelangen. Wer nicht so gut zu Fuß war, wurde von Helfern gefahren.

Bürgermeister Hollemann sagte: "Dieser für mich besondere Heiligabend konnte nur dank der Spenden von Bürgern und Firmen sowie des selbstlosen Einsatzes der ehrenamtlichen Helfer so schön und wertvoll für die Teilnehmer und Ehrenamtlichen werden." Er dankte Familie Hörnisch für die Unterstützung, aber auch AIV-Betreuerin Sabine Haupenthal, die den Abend mit großem Engagement bis ins Detail geplant und organisiert habe. "Alle, die mitgefeiert haben, haben ein Zeichen gesetzt, um die Botschaft von Weihnachten wahr werden zu lassen."