Eishockey

Der EHC Freiburg ist nun Tabellenletzter in der DEL2

Benjamin Resetz

Von Benjamin Resetz

Mo, 11. Februar 2019 um 07:26 Uhr

EHC Freiburg

Das Duell der beiden offensiv schwächsten Mannschaften hält, was es verspricht: Der EHC Freiburg unterliegt in der DEL 2 den Kassel Huskies mit 1:2 nach Penaltyschießen und ist Tabellenletzter .

Wieder geführt, wieder den Ausgleich kassiert, wieder im Penaltyschießen verloren. Der EHC Freiburg kassiert die zweite Niederlage an diesem Wochenende in der zweithöchsten deutschen Eishockeyspielklasse DEL 2. Nach dem 2:3 nach Penaltyschießen in Deggendorf am Freitag unterlagen die Wölfe auch den Kassel Huskies mit 1:2 in ebendiesem und rutschten auf den letzten Tabellenplatz ab.

Das Aufeinandertreffen der beiden schwächsten Offensivmannschaften der Liga hielt, was es versprach: Vor dem Gehäuse ließen beide Teams jede Effizienz vermissen. Das Spiel selbst lebte von der Spannung, denn Wölfe und Schlittenhunde duellierten sich alles auf Augenhöhe, wobei die Freiburger zuweilen etwas souveräner in ihren Aktionen wirkten. Am auffälligsten agierte auch bei seinem zweiten Auftritt im EHC-Dress der slowakische Neuzugang Jozef Balej, der mit Einsatz und Technik voranging. Als überzähliger Kontingentspieler musste – wie schon am Freitag in Deggendorf – Brad McGowan auf der Tribüne platznehmen.

Die Freiburger waren im ersten Abschnitt die bessere Mannschaft und gingen während ihres ersten Überzahlspiels verdient in Führung. Ryon Moser war zwei Verteidigern mit einem beherzten Sprint entwischt und behielt gegen Huskies-Keeper Leon Hungerecker die Oberhand (7.). Bis zur Pause machten es die Wölfe gut, einzig vor dem Tor blieben sie ohne Durchschlagskraft. Bemerkenswert: Während einer fast eineinhalbminütigen Unterzahl machten sie das Spiel. Erst im zweiten Abschnitt erarbeiteten sich auch die Gäste mehr Spielanteile und die daraus resultierenden Chancen. Es haperte jedoch, wie auch auf der Gegenseite, an Präzision und Durchschlagskraft. Tore fielen hüben wie drüben keine, sodass es mit einer knappen Freiburger Führung ins Schlussdrittel ging. Nach einem weiteren erfolglosen Anrennen der Breisgauer kamen die Huskies nach und nach wieder besser ins Spiel – und erzielten fast folgerichtig den Ausgleich durch Sam Povorozniouk. Zwar sahen sich die Unparteiischen den Treffer noch einmal im Videobeweis an – ein Kasseler Spieler war im Torraum gestanden, hatte EHC-Goalie Jimmy Hertel aber nicht behindert – der Treffer zählte jedoch. Der EHC kämpfte und biss. Und die Wölfe schienen etwas näher dran am zweiten Treffer. Es sollte aber nicht sein, sodass es beim Stand von 1:1 in die Verlängerung ging.

Die Overtime verstrich ohne weiteren Torerfolg, was allen voran den beiden hervorragenden Torhütern geschuldet war. Im folgenden Penaltyschießen konnten weder Niko Linsenmaier noch Sergej Stas oder Jozef Balej für den EHC treffen. Den entscheidenden Schuss verwandelte Corey Trivino. Da der Deggendorfer SC parallel die Bayreuth Tigers besiegte, belegen die Freiburger nun wieder den letzten Tabellenplatz.
Infos zum Spiel

Freiburg – Kassel 1:2 (1:0, 0:0, 0:1, 0:1)
Tore: 1:0 Moser (7.), 1:1 Povorozniouk (47.), 1:2 Trivino (Shootout). Strafen: Freiburg 8, Kassel 8. Zuschauer: 1614.