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08. August 2012

Wetterbilanz

Der Juli im Hochschwarzwald: Etwas feucht, aber nicht zu kalt

So schlecht war das Juliwetter im Hochschwarzwald gar nicht: Die Sonne erreichte fast ihren Sollwert, die Niederschläge lagen nur knapp über, die Temperaturen nahe am langjährigen Mittelwert.

TITISEE-NEUSTADT. So schlecht war das Juliwetter im Hochschwarzwald gar nicht: Die Sonne erreichte fast ihren Sollwert, die Niederschläge lagen nur knapp über, die Temperaturen nahe am langjährigen Mittelwert.

Mit 112 Litern Regen pro Quadratmeter war der Juli an der BZ-Wetterstation in Rötenbach zwar ein wenig zu feucht, doch der Überschuss blieb mit nur rund zehn Prozent gegenüber dem langjährigen Durchschnitt recht moderat.

Da hat der Hochschwarzwald schon andere Sommermonate erlebt: 2007 fielen im Juli an der Wetterstation 158 Liter, im Juli 2000 waren es gar 175 Liter. Im Vergleich zu anderen Wetterstationen im Land lag der Hochschwarzwald beim Regen ziemlich genau im Plan: In Baden-Württemberg wurden nach Zahlen des Deutschen Wetterdienstes im Schnitt 105 Liter pro Quadratmeter gemessen bei einem langjährigen Durchschnittswert von 91 Litern. Der bundesweit höchste Wert wurde mit 207 Litern in Wolfach im Schwarzwald gemessen.

Der Mangel an Sonnenschein war im Juli im Hochschwarzwald kaum der Rede
wert: Mit einer Einstrahlung von 159 Kilowattstunden pro Quadratmeter wurde der langjährige Durchschnittswert zu 98 Prozent erreicht. Die sonnigsten Tage waren der 23. und 24. Juli, die an Standorten ohne Horizonteinschränkungen mit jeweils rund acht acht Kilowattstunden pro Quadratmeter nahe an den Höchstwert heranreichten, der um diese Jahreszeit möglich ist. Auf das ganze Jahr bezogen, kann der Hochschwarzwald auf einen Überschuss an Sonne zurückblicken: Seit Jahresbeginn wurden 816 Kilowattstunden pro Quadratmeter gemessen, damit lag die Einstrahlung um fünf Prozent über dem Mittelwert, was Betreibern von Solarstromanlagen gute Erträge bescherte.

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Ende August sinken die Temperaturen deutlich

Die Temperaturen entsprachen fast dem langjährigen Durchschnitt. Der Monatsmittelwert an der Wetterstation belief sich auf 14,4 Grad. Die höchste gemessene Temperatur des Monats waren 28,8 Grad am 27. Juli, die tiefste Nachttemperatur wurde am 23. Juli mit 4,7 Grad verzeichnet.

Der August begann mit Mittagstemperaturen um 27 Grad noch hochsommerlich, dann aber wurde es kühler. In der langjährigen Gesamtbilanz kommt der August auf 14,5 Grad und ist damit bereits einige Zehntel Grad kühler als der Juli. Besonders in der zweiten Monatshälfte sinken die Temperaturen im Durchschnitt deutlich. Die Niederschläge belaufen sich im August auf durchschnittlich 95 Liter pro Quadratmeter, aber große Abweichungen von der Statistik sind möglich: Im Jahr 2010 brachte der August 172 Liter, im August 2009 nur 33 Liter.

Autor: Bernward Janzing