Landesgartenschau

Der Kartenverkauf der Lahrer Landesgartenschau läuft nach Plan

Mark Alexander

Von Mark Alexander

Mi, 13. Juni 2018 um 18:00 Uhr

Lahr

19 000 Dauerkarten für die Landesgartenschau sind bislang verkauft worden. Auch bei den Tageskarten liegen die Veranstalter im Soll. Abendkarten wird es weiterhin nicht geben.

19 000 Dauerkarten für die Landesgartenschau sind bislang verkauft worden. Auch bei den Tageskarten liegen die Veranstalter im Soll. Vereinzelte Kritik gab es im Gemeinderat zum Umgang mit Ehrenamtlichen und zur Beschilderung. Die LGS GmbH will darauf reagieren. Abendkarten wird es weiterhin nicht geben.

20 000 Dauerkarten, 400 000 Einzelkarten, 800 000 Besuche – dieses Ziel hat die Landesgartenschau GmbH im Vorfeld ausgegeben. Eine vorsichtige Rechnung, hieß es damals. Bislang liegen die Veranstalter offenbar im Soll. 19 000 Dauerkarten seien mittlerweile verkauft worden. 67 Prozent der Käufer kommen aus Lahr. Friesenheim und Schwanau folgen mit deutlichem Abstand. "Wir verkaufen täglich weiter", sagt LGS-GmbH-Geschäftsführerin Ulrike Karl. Der Großteil sei erwartungsgemäß im Vorfeld der Veranstaltung und in der Anfangszeit abgegeben worden. Drei Wochen nach dem Auftakt im April hatte die LGS bereits von 18 000 Dauerkarten berichtet.

Tageskarten im sechsstelligen Bereich verkauft

Wie viele Tageskarten kommen hinzu? "Die Zahlen entsprechen den Erwartungen", sagt Karl. Auf BZ-Anfrage nennt sie eine Hausnummer: Insgesamt bewege sich die Zahl der Karten, die auf Kommission abgegeben worden sind (an Händler oder Reiseunternehmen), knapp im sechsstelligen Bereich. Ähnlich viele Einzeltickets seien bislang an den Kassen verkauft worden. Allein 30 000 Karten seien an Busunternehmen abgegeben worden. Weil Karl nicht weiß, wie viele der Kommissionskarten im Endeffekt auch genutzt werden, hält sie sich mit konkreten Zahlen noch bedeckt. Bleibt festzuhalten: Die Vorgabe von 400 000 Tageskarten bleibt nach einem Viertel der Veranstaltungszeit im Blickfeld.

Kritik aus dem Gemeinderat

Stadtrat Claus Vollmer (Grüne) hatte im Gemeinderat den Eindruck geäußert, dass das Klima zwischen Ehrenamtlichen und Verantwortlichen besser sein könne. Karl kann das nicht nachvollziehen: Sie höre positive Rückmeldungen. Eine Helferin komme gar jeden Tag aus Emmendingen nach Lahr.

Drei LGS-Mitarbeiter betreuten die Ehrenamtlichen, hinzu kommen drei Unterstützer, die auf dem Gelände mit dem Fahrrad unterwegs sind und als Ansprechpartner für die Helfer bereitstehen. Die anstrengende Arbeit im Geländeteam wird mittlerweile zu großen Teilen von (bezahlten) Helfern erledigt, die über die Arbeitsförderungsgesellschaft (Afög) akquiriert worden sind (die BZ hat berichtet). Somit haben die Ehrenamtlichen (insgesamt sind es 350) mehr Zeit für die Einlasskontrollen. In Kürze soll es eine kleine Veranstaltung für die ehrenamtlichen Helfer geben, kündigt Karl an.

Erneuter Wunsch nach Abendkarten

Stadträtin Marlies Llombart (Freie Wähler) bringt den Wunsch nach Abendkarten erneut ins Gespräch: Wieso gebe es keine vergünstigten Tickets, wenn jemand ausschließlich eine Abendveranstaltung besuchen will? "Dann würden sich die Dauerkartenbesitzer komisch fühlen", antwortet Karl. Diese haben bis zu 110 Euro bezahlt, um alle Veranstaltungen besuchen zu können. Eine Karte für "Pop und Poesie" am 13. Juni koste andernorts rund 40 Euro. Dafür noch weniger als den Tageskartenpreis von 18 Euro hinzulegen, das wäre unverhältnismäßig.

Nachholbedarf bei Beschilderung

Wo sieht die LGS-Geschäftsführerin noch Nachholbedarf? "Wir justieren fast täglich irgendwo nach", sagt Ulrike Karl. Beispielsweise bei der Beschilderung, die für Auswärtige nicht immer eindeutig sei. Der vormals wenig einladende Platz vor dem Jugendcafé ist mit einem Trampolin ausgestattet worden. Bei den Einlasszeiten zeichnet sich im Moment keine Veränderung ab. Karl hält es aber beispielsweise für möglich, dass abends länger Karten verkauft werden könnten.

Und welche Veranstaltung hat bislang die meisten Besucher angelockt? "Das Hair-Musical", sagt Karl. Gut 3000 Menschen dürften sich allein im Bühnenbereich versammelt haben. Weitere Stühle werde die LGS nicht aufstellen, weil die Fluchtwege frei bleiben müssen. Hier gilt also: Wer zuerst kommt, sitzt zuerst.