Zur Navigation Zum Artikel

Wenn Sie sich diesen Artikel vorlesen lassen wollen benutzen Sie den Accesskey + v, zum beenden können Sie den Accesskey + z benutzen.

19. Mai 2017

Kommentar

Der Neustart für Freiburgs Stadtjubiläum wird keine leichte Sache

Zum Ende mit Schrecken gehört ein beherzter Neuanfang. Für das Stadtjubiläum kann davon noch keine Rede sein – die bisherigen Bemühungen von Verwaltung und Politik sind alles andere als zupackend.

Erst hat man eine Theaterintendantin mit Reputation auf den Schild gehoben, ohne irgendwelche Gremien einzubinden. Dann hat man sie eineinhalb Jahre machen lassen, ohne sich groß zu scheren. Ein Vertrag mit der Kuratorin: wurde nie geschlosen. Ein Budget: wurde vom Rathaus nie schriftlich fixiert und vom Stadtparlament nie legitimiert. Ein Zeitrahmen für die Feierlichkeiten: wurde nie abgesteckt. Nun, nachdem das Kind in den Brunnen gefallen ist, macht die Rathausspitze eine Kehrtwende um 180 Grad: Jetzt sollen, um einen möglichst breiten Konsens zu erreichen, alle mitreden und mitmachen. Im Gemeinderat will man das Konzept schon in der Entstehungsphase rückspiegeln. Wer das machen und wer sich was ausdenken soll, ist völlig unklar. Die Rathausspitze? Das Kulturamt? Eine Eventagentur? Ein neuer künstlerischer Kurator? Und (davon ausgehend, dass Barbara Mundel keine Lust mehr hat auf ein aus ihrer Sicht verstümmeltes Projekt): Wie findet man überhaupt einen oder mehrere neue kreative Köpfe? Per Ausschreibung? Per Headhunter? Per Zuruf? Per Akklamation? Fragen über Fragen. Wer immer da jetzt verantwortlich ans Werk gehen muss, viel Vergnügen.

Werbung

Autor: Frank Zimmermann