Kommunalwahl 2019

Freiburger AfD stellt ihre Liste für die Gemeinderatswahl auf

Fabian Vögtle

Von Fabian Vögtle

Di, 22. Januar 2019 um 17:02 Uhr

Freiburg

Die Alternative für Deutschland hat ihre Liste für die Kommunalwahl nominiert. Sie wird mit 16 Männern in den Wahlkampf ziehen. Anführen wird sie dabei ein 25-jähriger Student.

Die Alternative für Deutschland (AfD) hat ihre Liste für die Kommunalwahl nominiert. Bei einer Versammlung am Montagabend in einem Restaurant in der March wählten 22 Mitglieder des Kreisvorstands der Partei 16 Kandidaten für die Liste zur Gemeinderatswahl am 26. Mai. Weitere acht Kandidaten sollen auf einer zweiten Versammlung in Kürze noch hinzukommen.

25-jähriger Student ist Spitzenkandidat

Zum Spitzenkandidat wählten die AfD-Mitglieder ohne Gegenstimme Andreas Schumacher. Der 25-jährige Student der Germanistik und Politikwissenschaft ist seit 2016 Sprecher des Kreisverbands. Sein Stellvertreter, der 47-jährige Unternehmensberater Detlef Huber, landete bei der Wahl auf dem zweiten Platz. Um Platz drei gab es ein Kopf-an-Kopf-Rennen. Die Mitglieder stimmten mit knapper Mehrheit für den 25 Jahre alten Heizungsbauer Karl Schwarz, der sich damit gegen den Wirtschaftsinformatiker Bernd Laub durchsetze. Laub kandidierte daraufhin auch für den vierten Platz, musste sich in der Abstimmung jedoch erneut geschlagen geben – gegen den Rechtsanwalt Dubravko Mandic.

Auf der Kandidatenliste stehen 16 Männer

Auf der gewählten AfD-Liste befindet sich keine einzige Frau. Er habe versucht, einige zu einer Kandidatur zu bewegen, so Schumacher. Jedoch hätten diese auch aus Sorge möglicher Anfeindungen abgelehnt. Die Partei tritt im Mai zum ersten Mal bei einer Wahl zum Gemeinderat in Freiburg an und verspricht sich dabei den Einzug mit mehreren Stadträten.

Die AfD spricht sich gegen Dietenbach aus

Andreas Schumacher nannte in einer kurzen Rede die drei Schwerpunkte seiner Politik. Neben der Sicherheit im öffentlichem Raum, bei dem seiner Meinung nach in Freiburg bisher ein nachhaltiges Konzept fehle, seien Verkehr und Wohnungsbau die wichtigsten Themen. Schumacher sieht in der Nachverdichtung, unter anderem durch Dachausbau, Potenzial. "Alles dem Diktat Wachstum unterzuordnen, halte ich für falsch", betonte er. Die AfD empfiehlt mit einem Beschluss beim Bürgerentscheid zu Dietenbach mit Ja zu stimmen und damit gegen den Bau des neuen Stadtteils.

Der Spitzenkandidat sagte auch, dass Dieselfahrverbote verhindert werden müssten. Das zerstöre die Industrie, so Schumacher. Auch Detlef Huber kritisierte die "wahnwitzige Verkehrspolitik" des Rathauses. "Wir werden dafür sorgen, dass es bunter und lauter wird", blickte er bereits auf eine künftige Teilnahme an Gemeinderatssitzungen im Ratssaal. Dort will auch Karl Schwarz Platz nehmen. Eines seiner zentralen Anliegen: Das linksautonome Zentrum KTS bekämpfen. Es könne nicht sein, dass dieses von Stadträten "gesponsert" werde. Schwarz will wie Mandic das Polizeirecht besser ausschöpfen und härter durchgreifen; dazu gehöre zum Beispiel auch Hausarrest.
Die 16 Kandidaten der AfD für den Freiburger Gemeinderat

1. Andreas Schumacher
2. Detlef Huber
3. Karl Schwarz
4. Dubravko Mandic
5. Jack Gelfort
6. Michael Theuring
7. Bernhard Lukau
8. Jens Bellemann
9. Elmar Ertmer
10. Bernd Domnick
11. Bernd Fulde
12. Jonas Möhle
13. Tilman Mehler
14. Marco Erat
15. Martin Polheim
16. Heinz-Jürgen Schlag