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10. August 2012

Die Auftragsbücher der Branche sind gut gefüllt

Thomas Dörflinger (MdB) besucht Firma "Team Grün Furtner".

  1. Im Gespräch über die Gartenbau-Branche (von links): Bürgermeister Harald Reinhard, Firmenchef Otto Furtner, CDU-Abgeordneter Thomas Dörflinger und Verbandschef Reiner Bierig. Foto: Andreas Peikert

BUCHENBACH. Die Gartenbaufirma "Team Grün Furtner" aus Unteribental gehört zu den mittelständischen Unternehmen im Dreisamtal, die sich durch Innovation und neue Ideen einen Namen gemacht haben. Auf Einladung des baden-württembergischen Verbandes für Garten-, Landschafts- und Sportplatzbau informierten sich vor wenigen Tagen der CDU-Wahlkreisabgeordnete Thomas Dörflinger und Bürgermeister Harald Reinhard über die Branche.

In seiner Begrüßung wies Firmenchef Otto Furtner auf die positive Entwicklung seines Unternehmens hin. So stieg die Anzahl der Beschäftigten, seitdem er vor 13 Jahren die Geschäftsführung des elterlichen Betriebes übernommen hat, kontinuierlich an. Während es damals nur etwas mehr als ein Dutzend Mitarbeiter waren, sind es mittlerweile fast 40 Fachkräfte, die sich um die Wünsche, Vorstellungen und Ideen eines stetig wachsenden Kundenkreises kümmern. Bemerkenswert ist, dass etwa zwei Drittel aller Aufträge von privaten Geldgebern akquiriert werden können. Das Geschäftsgebiet von "Team Grün Furtner" erstreckt sich über weite Teile Südbadens. "Von Furtwangen über Lörrach bis nach Offenburg", so Furtner. Bürgermeister Reinhard hob hervor, dass "Team Grün" mit zu den größten Arbeitgebern der Gemeinde Buchenbach zählt.

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Beim Rundgang über das 2000 Quadratmeter umfassende Firmengelände konnten sich Dörflinger und Reinhard einen Eindruck über die Angebotsvielfalt der Branche verschaffen. Eine überdachte Pool-Anlage mit lauschiger Sitzecke ist genauso zu finden wie ein leise vor sich hinplätschernder Steinbrunnen und Gewächse für den heimischen Steingarten.

Angesprochen auf die Auftragslage im Garten- und Landschaftsbau äußerte sich Verbandsgeschäftsführer Reiner Bierig rundum zufrieden. "Die finanziellen Mittel sind vorhanden. Derzeit investiert man, um es sich daheim schön zu machen", so die Beobachtung des Branchenkenners. Hinzu komme, dass immer mehr Kunden eine gewisse Unsicherheit auf dem Kapitalmarkt verspüren – und deshalb lieber in ihr häusliches Umfeld investieren. Im Gespräch mit Vertretern der Presse machte Bierig deutlich, dass die anspruchsvolle und nachgefragte Ausbildung zum Garten- und Landschaftsbauer "zwar körperlich etwas hart sei, aber man jeden Abend sieht, was tags geschaffen wurde". Stolz betonte Firmenchef Furtner, dass mit Andreas Waldvogel einer seiner Auszubildenden vor drei Jahren bei der Berufsweltmeisterschaft im kanadischen Calgary erstmals den WM-Titel der Landschaftsgärtner ins Dreisamtal holte (die BZ berichtete) . Auch weiterhin sei es ein wichtiges Anliegen seines Unternehmens, dem beruflichen Nachwuchs eine Chance zu bieten.

Als Sprachrohr von über 600 im baden-württembergischen Landesverband organisierten Firmen bedauerte Bierig, dass die Kontakte zur grün-roten Landesregierung schlechter seien als zu Zeiten der CDU/FDP-Koalition. "Es ist als Unternehmerverband schwerer geworden, sich dort Gehör zu verschaffen", betonte Bierig.

In der Aussprache nannte es Firmenchef Furtner "betriebswirtschaftlich bedenklich", dass auch sozial ausgerichtete Beschäftigungsorganisationen, die nicht gewinnorientiert tätig sind, bei Ausschreibungen zum Zuge kommen können. "Darunter leidet mein Gerechtigkeitssinn", betonte der Geschäftsmann aus dem Dreisamtal. Unterstützung erhielt er dabei von Thomas Dörflinger, der als direkt gewählter Abgeordneter unter anderem die Region Dreisamtal im Bundestag vertritt. "Soziale Einrichtungen dürfen nicht in den ersten Arbeitsmarkt eingreifen. Ohne einen zweiten Arbeitsmarkt kommen wir nicht aus", machte der Christdemokrat klar. Kein gutes Haar ließen die Landschaftsgärtner während ihres Meinungsaustausches mit Vertretern der Politik an einer neuen Regelung für gewerbliche Führerscheine und Fahrtenschreiber. Neben erheblichen Mehrkosten würde dadurch ein zusätzlicher bürokratischer Aufwand entstehen. Andiskutiert wurde die Nutzung vorhandener Baulücken in Städten und Gemeinden. Einerseits sei die Überbauung solcher Areale durch Wohnungsbau aufgrund der anhaltenden Nachfrage verständlich. Andererseits führe die Ausweisung innerörtlicher Grünzonen zu einer deutlichen Verbesserung individueller Wohnqualität.

Autor: Andreas Peikert


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