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20. Juli 2012

Die Hebel-Ganztagsgrundschule ist fast startklar

Einige Vorbereitungen müssen über die Ferien noch geleistet werden, dann kann es mit zwölf Kindern losgehen / Vier Kooperationspartner ziehen mit.

  1. In der Küche werden die Ganztagsgrundschüler essen, Lehrerin Andrea Höltner, Hauptamtsleiter Lothar Huber, Christoph Schlosser (Caritas), Bürgermeister Armin Hinterseh und Rektor Peter Schwab (von links) zeigten gestern die Räume. Foto: Peter Stellmach

TITISEE-NEUSTADT. Kleinere Umbauten sind notwendig und es muss um- und eingeräumt werden, man wartet auf die Möbel. Aber sonst ist alles fix für die Einführung der Ganztagsgrundschule an der Hebelschule, mit Nina Biondi steht sogar schon die Klassenlehrerin der ABC-Schützen des nächsten Schuljahrs fest. Wenige Tage vor den Sommerferien haben die Verantwortlichen gestern vorgestellt, wie es künftig laufen wird.

Dabei ergaben sich gute Nachrichten für die Eltern, denen die Kosten für die Angebote der Kooperationspartner abgenommen werden.

Bürgermeister Armin Hinterseh und Rektor Peter Schwab freuen sich, dass man nach langer Vorarbeit nun startklar ist. Man hatte befürchtet, es könnten zu viele Schüler werden. Nun sind es zwölf verbindliche Anmeldungen (bei 22 Erstklässlern), das passt.

Die räumlichen Voraussetzungen für die Ganztagsgrundschule, die nun beginnt und dann ja jährlich wächst: vier Klassenzimmer und zwei Extraräume für die betreuten Angebote. Zwischen den beiden Räumen muss noch ein Durchbruch geschaffen werden, der Aufsicht wegen.

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Vier Lehrerstunden bekommt die Schule zusätzlich. Weil 2012/13 jedoch 133 Stunden entfallen und 81 dazukommen, also eine Lücke entsteht, wird Geschick beim Stundenplanen gefordert sein.

Letzte Weichen für den Start wurden am Montag gestellt. Man traf sich mit den Eltern der künftigen Klassen eins bis vier und Vertretern der Kooperationspartner: Turnverein, Schwimmabteilung, Akkordeonclub und Musikschule. Die Väter und Mütter konnten sich informieren, welche Angebote voraussichtlich dienstags und donnerstags gemacht werden und anschließend ihre Kinder in Listen eintragen – mehrheitlich hatte der Sport die Nase vorn. Aber, wie angedeutet, genutzt werden können die Angebote von allen 65 Grundschülern des nächsten Schuljahrs. Der Kreis wurde extra weiter gezogen, weil man vermeiden wollte, dass sich das Dutzend Schüler verliert, beziehungsweise Kooperationspartner womöglich gar nicht zum Zug kommen.

Die Angebote kosten eine monatliche Gebühr, sie ist unterschiedlich bemessen und nicht hoch, dennoch hatten sich Eltern beschwert. Bürgermeister Hinterseh zog gestern kurzerhand einen Strich darunter: Die Stadt übernimmt sie für die Ganztagsgrundschüler, die anderen hingegen müssen sie bezahlen.

Betreuung ist keine Nachhilfe

Das Regelangebot der Ganztagsschule erstreckt sich von 7.45 bis 15 Uhr. Erweitert beginnt es um 7 Uhr und endet um 17 Uhr. Der Schulvormittag wird gegliedert durch drei Blöcke Lernzeit, unterbrochen durch zwei Pausen, die der Bewegung im Freien zugedacht sind. Um 12.10 beginnt das Mittagessen. Die Hausaufgabenbetreuung von 13 bis 14 Uhr (Montag bis Donnerstag, weil freitags hausaufgabenfrei ist) ist ausdrücklich keine Nachhilfe. Dem schließt sich bis 15 Uhr das erweiterte Bildungsangebot an mit Arbeitsgemeinschaften, Lernzeit und den Partnern. Die betreute Freizeit bis 17 Uhr wird mit Basteln, Werken, Sport und Erlebnispädagogik ausgefüllt.

Eltern von "normalen" Grundschülern, die Sorge hatten, die Ganztagskollegen könnten vielleicht mehr Wissen vermittelt bekommen, dürfen beruhigt sein. Der Stoff, der unterrichtet wird, ist für alle gleich, betont Andrea Höltner aus dem Schulleitungsteam. Freilich: Weil das Pensum für alle Schüler entzerrt wird, könnte es den Nutzeffekt haben, dass alle mehr lernen.

Für die Früh- und die Spätbetreuung, die Hausaufgabenbetreuung sowie das Mittagessen sorgt der Caritasverband. Die Betreuung der Kinder übernehmen Thilo Kaltenbach und Maria Ketterer. Gesucht werden noch eine Erzieherin und jemand für die Essensvorbereitung und -ausgabe. Das Essen wird von der Metzgerei Kopfmann geliefert, aber "es gibt nicht jeden Tag Fleisch", wie Christoph Schlosser schmunzelnd versichert, sondern kindgerechte, gesunde Mahlzeiten aus regionaler Vielfalt.

Der Hort an der Hansjakobschule, auch von der Caritas geführt, deckt im nächsten Schuljahr denselben Bedarf wie bisher (32 Kinder). Neulinge werden nicht mehr aufgenommen, für die zweite, dritte und vierte Klasse bleibt das Angebot bestehen, bis sie die Schule verlassen.

DAS ANGEBOT

Die Ganztagsgrundschule (7.45 bis 15 Uhr) ist mit 63 Euro monatlich für das Mittagessen berechnet. Bei der verlängerten Ganztagsgrundschule (7 bis 15 Uhr) kostet die Betreuung 139 Euro und das Essen 63 Euro. Für Schüler, die nicht an der Ganztagsgrundschule teilnehmen, wird Betreuung zwischen 7 und 8.30 Uhr sowie 11.25 und 13 Uhr geboten, Kostenpunkt 44 Euro (Alleinerziehende und zweites Kind 30 Euro).  

Autor: pes

Autor: Peter Stellmach