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15. August 2009

Die Weinhoheit ist eine Denzlingerin

BZ-INTERVIEW mit der neu gewählten Breisgauer Weinprinzessin Simone Schwaab / Die Küferin arbeitet bei der WG Glottertal.

EMMENDINGEN. Simone Schwaab heißt die neue, bei der Eröffnung des Breisaguer Weinfestes in Emmendingen gestern Abend frischgekürte Breisgauer Weinprinzessin. Die 21 Jahre alte Denzlingerin ist von Beruf Weinküferin in der Winzergenossenschaft Glottertal. Daniel Pust sprach für die BZ mit ihr.

BZ: Frau Schwaab, wie wird man eigentlich Weinprinzessin?
Schwaab: Die Voraussetzung, um an der Wahl zur Breisgauer Weinprinzessin teilzunehmen ist, dass man aus der Region stammt und einen starken Bezug zum Wein hat. Entweder weil man eine abgeschlossene Berufsausbildung in einem Weinberuf hat, einen anderen Beruf ausübt, der in enger Verbindung zum Wein steht, oder die Familie die Winzerei als Haupt- oder Nebenerwerb betreibt.
BZ: Und wie verhält es sich bei Ihnen?
Schwaab: Auf mich trifft alles zu. Erstens bin ich quasi im Weinberg groß geworden. In Denzlingen haben meine Eltern einen Wingert. Dann hat mich das Naturprodukt Wein und dessen Vielfältigkeit so fasziniert, dass ich eine dreijährige Ausbildung zur Weinküferin machte. Und heute habe ich mein Hobby zum Beruf.

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BZ: Welche Erwartungen haben Sie an die kommenden zwölf Monate?
Schwaab: Zu allererst ist es für mich eine große Ehre, den Breisgauer Wein und die Region vertreten zu dürfen, aber irgendeine Erwartungshaltung habe ich nicht. Ich möchte alles auf mich zukommen lassen. Meine Amtszeit sehe ich als Herausforderung in der ich dazulernen und wachsen möchte.
BZ: Aber Sie haben schon eine Vorstellung davon, was Sie erwartet?
Schwaab: Ich weiß, dass ich zirka 75 Termine wahrnehmen werde: Weinproben, Weinfeste, Jubiläen und andere öffentliche Veranstaltungen, bei denen es gilt, den Breisgauer und Badischen Wein dem Verbraucher näher zu bringen. Häufig werden die Termine wochenends sein, was mich in meiner Freizeit einschränken wird. Ansonsten werde ich versuchen, normal weiterzuarbeiten. Mein Chef ist sehr kulant und unterstützt mein Bestreben, mich noch intensiver mit dem Thema Wein auseinander zu setzen.
BZ: Können Sie als Frau vom Fach Empfehlungen aussprechen?
Schwaab: Zum Sommer kann ich einen spritzigen Weißen Burgunder empfehlen. Alternativ kann man auch einen Rosé trinken, wie einen Weißherbst. Mit dem Roten sollte man noch auf kühlere Tage warten. Preislich muss man auch nicht allzu tief in die Tasche greifen. Gute Weine sind schon ab fünf Euro zu haben. Generell sollte man Wein aber immer langsam trinken und jeden Schluck genießen, und nicht hinunterstürzen wie ein Bier.
BZ: Trinken Sie Bier?
Schwaab: Ich bekenne, bei so viel Wein ist es manchmal ganz schön, den Trauben- gegen den Gerstensaft zu tauschen.

Autor: bz