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31. Juli 2010

Chemieunfall an Donaueschinger Gutterquelle

Stadt gibt Entwarnung.

  1. Spezialisten der Feuerwehr rücken in Schutzanzügen in die Aufbereitungsanlage der Gutterquelle vor, um an diesem sensiblen Ort die Lage zu sondieren. Foto: Hornfix

DONAUESCHINGEN (los). Ein Chemieunfall in der Wasseraufbereitungsanlage der Allmendshofener Gutterquelle hat am Freitagvormittag zunächst Einsatzkräfte von Feuerwehr, Rotem Kreuz und Polizei alarmiert, schließlich aber schnell zur Entwarnung geführt. Weder für die Trinkwasserversorgung der Stadt, die von dort gespeist wird, noch für die beiden betroffenen Mitarbeiter des Wasserwerks sei es zu Risiken gekommen, erklärte gegen Mittag Rathaussprecher Ernst Zimmermann.

Gegen 10.30 Uhr hatten zwei Techniker an der Aufbereitungsanlage einen Vorratsbehälter, dessen Inhalt dosiert dem Trinkwasser gegen dessen Trübung zugeführt wird, nachfüllen wollen. Aus einem von einer Fachfirma gelieferten Kanister schütteten sie Polyaluminiumchlorit nach – und stellten spontan Ungewohntes fest. In einer chemischen Reaktion verfärbte sich die Flüssigkeit, und ein ätzender Dunstschwaden stieg auf. Sofort verließen die Mitarbeiter den Raum und alarmierten die Feuerwehr, die mit Atemschutzgeräten anrückte.

Wenig später war die Lage klar. Offenbar hatte sich in dem Kanister nicht die auf dem Etikett angegebene Flüssigkeit befunden, sondern eine andere Chemikalie, welche mit dem Flockungsmittel im Vorratsbehälter kritisch reagierte. Wie es zu der womöglich falschen Lieferung durch eine Fachfirma oder zur Verwechslung vor Ort kommen konnte, soll nun geklärt werden. Die beiden Mitarbeiter des Wasserwerks besuchten einen Arzt – "eine reine Vorsichtsmaßnahme", wie die Stadtverwaltung erklärte.

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Autor: bz