Drogeriemarkt in Denzlingen kommt bis 2022

Markus Zimmermann

Von Markus Zimmermann

Do, 13. September 2018

Denzlingen

Bebauungsplan geht nach Ratsbeschluss in die Offenlage.

DENZLINGEN (mzd). Ein Drogeriemarkt steht seit Jahren, fast schon seit Jahrzehnten und spätestens seit der Schlecker-Insolvenz ganz oben auf der Wunschliste der Denzlinger. Wo dieser hin soll, ist auch schon länger klar. Nun hat Bauamtsleiter Carsten Müller in der Gemeinderatssitzung am Dienstag erstmals eine konkrete Angabe gemacht, wann der Wunsch in Erfüllung gehen könnte. Bezugsfertig könnte der Neubau 2022 sein. Mit dem mehrheitlich getroffenen Offenlagebeschluss für den vorhabenbezogenen Bebauungsplan stellte der Gemeinderat das Signal jetzt auf Grün.

Fast zwei Jahre sind seit dem Aufstellungsbeschluss für die Bebauung des 3756 Quadratmeter großen Areals vergangen. Ein Lückenschluss, nicht nur bezüglich der Versorgung mit einem Drogeriemarkt, ist mit der Bebauung dieser letzten verbliebenen, nicht aufgewerteten Fläche an der Rosenstraße verbunden. Intensiv war über die Entwürfe auch unter den Bürgern diskutiert worden.

"Die Planung wurde mit dem Investor nochmals intensiv diskutiert", erklärte Müller zum nun vorgelegten Bebauungsplan. Nach wie vor vorgesehen sind ein Drogeriemarkt mit 700 Quadratmetern Nutzfläche, ein Einzelhandelsgeschäft und ein gastronomisches Angebot. Der Investor verpflichtet sich dabei, die Flächen des Drogeriemarkts und des gastronomischen Angebots für 15 Jahre zu diesem Zweck zu nutzen. Festgeschrieben ist auch eine Wohnnutzung der Flächen im Dachgeschoss auf zehn Jahre.

Die gravierendste Änderung zur lang diskutierten Planung betrifft die Zahl der Stellplätze. Bislang waren 39 Stellplätze in einer Tiefgarage vorgesehen. Unter der Erde sollen nun 49 Plätze entstehen, oberirdisch weitere 15. Letztere sollen den Kunden zur Verfügung stehen und nicht durch Dauerparker belegt werden. Umfangreich festgelegt sind nun auch die Ausgleichsmaßnahmen, die Michael Dick (FDP/BL) für übertrieben hält.

Fraktionskollege Reiner Uehlin beklagte die "zu geringe" Größe des neuen Marktplatzes. Dieser müsse im Zusammenhang mit den Flächen im Kohlerhof gesehen werden, sagte Bürgermeister Markus Hollemann in seiner Antwort. Beim mehrheitlichen Offenlagebeschluss enthielten sich die Gemeinderäte Daniel Böhler (CDU) und Uehlin.