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19. März 2017 10:42 Uhr

Spiel in Augsburg

Durchgecheckt: Die SC-Spieler in der Einzelkritik

Der SC Freiburg ist beim 1:1 in Augsburg einmal mehr enorm gefordert - in erster Linie körperlich. In einer intensiven, Begegnung halten die Breisgauer ordentlich dagegen. Die BZ-Einzelkritik.

  1. Freiburgs Trainer Christian Streich umarmt seinen Stürmer Maximilian Philipp bei dessen Auswechslung in der 87. Minute für Petersen. Philipp blieb in Augsburg ohne Torerfolg, wohl auch weil die Defensive des Gastgebers nicht viel zu ließ. Foto: dpa

Alexander Schwolow

Der Torhüter ist in diesem Spiel in erster Linie als Anspielstation und Mann für die langen Bälle gefragt. Nur Janik Haberer und Julian Schuster haben mehr Ballkontakte als Schwolow. Ein unerwünschtes Nebenprodukt des etwas unstrukturierten Hin und Hers. Seinen eigentlichen Job erledigt Schwolow nebenbei zur vollsten Zufriedenheit.

Lukas Kübler

Eine schwierige Partie für den jungen Außenverteidiger. Ruft in den vielen Zweikämpfen alles ab. Dennoch hat er ab und zu das Nachsehen. Besonders beim Augsburger Ausgleich, als er Stafylidis nicht eng genug beschattet. Durch einen Pferdekuss gehandicapt muss Kübler zur Pause passen.

Manuel Gulde

Erledigt seine Arbeit im teils hektischen Treiben wie so oft unaufgeregt und solide. Ist da, wenn er da sein muss. Ein stabiler Auftritt des Innenverteidigers.

Julian Schuster

Wie schon gegen Hoffenheim als Organisator der Dreierabwehrkette tätig. Organisiert, dirigiert und lenkt mit Übersicht. Zeigt auch in Eins-gegen-Eins-Duellen die nötige Präsenz. Zuverlässig.

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Marc Oliver Kempf

Will im einen oder anderen Zweikampf zu viel, behält letztlich aber meist die Oberhand. Spielt den einen oder anderen guten Pass durch die Augsburger Reihen hindurch.

Christian Günter

Eine erstaunlich unauffällige Partie des Linksverteidigers. Was aber nichts Schlechtes sein muss. Defensiv zuverlässig. In der zweiten Halbzeit, als er mehr Räume zur Verfügung hat, auch mit einigen jener Flügelläufe, die man von ihm gewohnt ist.

Nicolas Höfler

Wie so oft läuft viel im Freiburger Aufbauspiel über ihn - bis zur 37. Minute. Dann wird Höfler das erste Opfer der insgesamt rustikalen Gangart in diesem Spiel. Mit einer Risswunde am Knie muss er vom Platz.

Mike Frantz

Ein Spiel wie gemacht für den einsatzfreudigen Routinier. Haut sich wie gewohnt rein und taucht im entscheidenden Moment im gegnerischen Strafraum auf, wo er von Torhüter Hitz nur gefoult werden kann. Der folgende Elfmeter bringt dem SC die Führung - auch dank Frantz' klugem Laufweg.

Janik Haberer

Erneut ein beeindruckender Auftritt des U-21-Nationalspielers. In den Kategorien intensive Läufe, Ballkontakte, Pässe und Zweikämpfe ist Haberer bester SC-Akteur. Dass er vor dem Elfmeter den feinen Pass auf Frantz spielt, krönt seine Leistung.

Maximilian Philipp

Enorm viel unterwegs. Bemüht sich, ständig Anspielstation zu sein. Die Augsburger sind aber offensichtlich bestens über seine herausragende Technik und Dynamik informiert. Philipp ist keinen Moment unbewacht, hat wohl am meisten unter der intensiven Augsburger Gangart zu leiden.

Florian Niederlechner

Rackert sich durch diese Begegnung, die nicht gemacht ist für einen Stürmer. Leidet darunter, dass dem Freiburger Passspiel an diesem Tag die Präzision fehlt. Hilft defensiv im Pressing vorbildlich mit – und verwandelt den Elfmeter souverän.

Amir Abrashi

Muss nach Höflers Verletzung abrupt von null auf hundert beschleunigen. Das gelingt dem kleinen Wirbelwind gut. Ist schnell drin im robusten Geschehen, aggressiv und auch mit einigen guten Bewegungen im Umschaltspiel. Zeigt, dass man auf ihn bauen kann.

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Autor: René Kübler