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15. April 2011
"Ein buntes Musikprogramm für Groß und Klein"
Das Musische Zentrum Ebringen hatte zum Frühlingskonzert eingeladen / Zehn zumeist jüngere Künstler standen im Vordergrund.
EBRINGEN. Das Musische Zentrum Ebringen hat es sich zur Aufgabe gemacht, die Jugend- und Erwachsenenbildung im musikalischen Bereich zu fördern und gerade Kinder und Jugendliche auf eine weiterführende Ausbildung und eine spätere berufliche Nutzung vorzubereiten. Beim Frühlingskonzert im Foyer der Schönbergschule boten die zehn zumeist noch jüngeren Künstler einen breiten Querschnitt durch musikalische Stile – und meisterten allesamt die Auftrittssituation mit Bravour.
"Ein buntes Musikprogramm für Groß und Klein, mit dem wir den Frühling begrüßen wollen", kündigte der geschäftsführende Vorstand im musikalischen Bereich, Florian Schmid, an. Und tatsächlich: Durch den schönen Frühlingshimmel war das Foyer lichtdurchflutet und die Musik taten war zum Genießen.
Finn Mac Namara eröffnete das Konzert mit drei kurzen, prägnanten Stücken am Piano und anschließend machten sich Xenia Weislämle und Sarah Streiling mit der Blockflöte (gemeinsam mit ihrer Lehrerin Edda Speer-Vieser) auf die musikalische Suche nach den (Frühlings-)Vögeln und mussten feststellen: "Alle Vögel sind schon da". Der von Schmid als "routinierter Konzert-Nachwuchspianist" angekündigte Simon Schweizer untermauerte dieses Lob mit seiner "Sonate C-Dur" von Dimitri Kabalewski, und ließ sich selbst durch die für kurze Zeit nach unten gerutschten Noten nicht bremsen.
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An der Gitarre zeigten insgesamt drei Musiker ihr Können: Timo Debeuf präsentierte mit seiner Mutter Loic und seinem Lehrer Manfred Obergruber das Stück "Freight Train" sowie den Evergreen "Greens leaves", anschließend zeigten Anna Lena Bleile und Lukas Noeske, wohin man mit jahrelangem Unterricht (bei Florian Schmid) und dem damit einhergehenden Üben kommen kann. Beide zeigten einen Querschnitt durch die Musikepochen, boten barocke und klassische Stücke von Johann Sebastian Bach und Fernando Sor neben zeitgenössischeren Werken von Fabian Payr oder Horst Großnick. Da der erkrankte Kai Selinger am Piano das "Gelbe Unterseeboot" der Beatles zum Besten geben wollte, drohte dieses Boot auszufallen – tauchte aber plötzlich doch noch auf, weil Tom Hendrischke es am Piano neben dem anderen Beatles-Klassiker "Let it be" spielte. Begleitet wurde er dabei von seinem Lehrer Gennady Ilin, der auch Sofie Felde bei ihren tollen "5 Walzern" von Johannes Brahms unterstützte.
Elisabeth Reinle demonstrierte eindrücklich, dass auch die menschliche Stimme ein tolles Instrument sein kann – sie interpretierte zwei Songs der amerikanischen Country-Pop-Sängerin Taylor Swift. Und eine echte Premiere gab es auch: Gemeinsam mit seiner Lehrerin Destine Traute trat Benjamin Göppert am Cello zum ersten Mal vor Publikum auf – und obwohl noch nicht jeder Ton perfekt saß, war es dennoch ein schöner Auftritt und bestimmt auch eine überstandene Mutprobe.
Tolle Stimmung, tolles Wetter, vor allem tolle, weil auch sehr unterschiedliche Musik – sowohl vom Alter der Künstler, als auch von den Instrumenten und den musikalischen Epochen her. Ein Umstand, der neben Florian Schmid auch die Geschäftsführerin im organisatorischen Bereich, Daniela Noeske, begeisterte: "Das war ein wirklich schönes Konzert".
Autor: Michael Gilg
