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24. März 2009

Fester Platz im Kulturleben

Das Frühlingskonzert des Musischen Zentrums Ebringen in der St.-Gallus-Kirche.

EBRINGEN. Ob man bei der achten Wiederkehr einer Veranstaltung schon von einer Tradition sprechen kann? Angesichts des über hundertjährigen Bestehens mancher Vereine dürfte mancher das als Anmaßung verstehen. Zweifelsohne aber nimmt das Musische Zentrum mit seinen kleinen Konzerten in der St.-Gallus-Kirche mittlerweile einen festen Platz im Ebringer Kulturleben ein. Am Sonntag zeigten das wieder einmal Kinder und Jugendliche aus den verschiedenen Instrumentalklassen der Musikschule unter Leitung des Gitarristen Florian Schmid.

Er selbst ist der Lehrer von Lukas Noeske, der beim Regionalwettbewerb von "Jugend musiziert" den zweiten Platz errungen hat. Diesen Erfolg öffentlich zu machen, bot das Konzert unter dem Chorbogen der barocken Kirche St. Gallus einen würdigen Rahmen. Der 13-Jährige führte einen Ausschnitt seines Programms für den Wettbewerb auf.

Die zarten, weich fließenden und das Gehör umschmeichelnden Klänge der Akustikgitarre haben sich eingeprägt. Bestimmt hatte der Komponist Juan Buscaglia eine Geschichte im Kopf, als er diese Milonga schrieb, möglicherweise eine Geschichte von der Sehnsucht nach Liebe und Geborgenheit. Mit großem Applaus dankte das Publikum dem jungen Gitarristen für seine ausdrucksstarke Interpretation.

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Bemerkenswert war auch der Auftritt der jungen Cellisten Tamara Germann, Mayrame Seydi und Valentin Gartiser mit ihrer Lehrerin Destine Traute, und zwar schon allein deshalb, weil man dieses Instrument selten hört und weil die Abfolge eines italienischen Renaissancestücks, eines schwedischen Volksliedes und des Stücks "Holidays" des neuseeländischen Jazz- und Beatmusikers Christopher Norton ein breites Klangspektrum eröffnete.

Ansonsten dominierten Klavierstücke den Konzertnachmittag, wobei vom noch jungen Simon Schweizer bis hin zu Julia Wetjen zu hören war, wohin jahrelanges Üben führen kann, wobei auch Sofia Felde und Philipp Lais nicht übergangen werden sollen. Mit der Aufführung von Franz Schuberts "Impromptu Nr. 2 in As-Dur" und des Stücks "River flows in you" des weltbekannten koreanischen Komponisten und Pianisten Yiruma setzte die 16-jährige Julia Wetjen ein grandioses Finale. Gern hätte man von ihrem Spiel noch mehr gehört.

Am Ende bleibt zu sagen, dass ein Schülerkonzert natürlich immer eine Entwicklung zeigt, man darf demnach nicht mit allzu hoch gesteckten Erwartungen ein solches besuchen. Aber alles in allem lohnte der Besuch und ist zu wünschen, dass das Musische Zentrum weiter daran arbeitet, eine Tradition zu begründen.

Autor: Silvia Faller