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19. Oktober 2011
Klangerlebnis in der Kirche
Die Lehrer des Musischen Zentrums gaben in Ebringen ein beeindruckendes Konzert.
EBRINGEN. Es war das erste Mal während des 16-jährigen Bestehens des Musischen Zentrums in Ebringen, dass nur die Lehrer ein Konzert gaben: Beim "Festlichen Kirchenkonzert" in der Pfarrkirche St. Gallus waren die Besucher eingeladen, in "eine ganz eigene, Grenzen überschreitende, emotional sprechende Klangwelt" einzutauchen. Das versprach ihnen die Sopranistin und Mitorganisatorin des Konzerts, Monika Biwald, in ihrer Begrüßung.
Genießen durften die Zuhörer dann Musik aus Spanien, Italien, Frankreich, Deutschland und Russland und aus den unterschiedlichen Epochen des Frühbarocks, des Barocks, der Romantik und des Impressionismus. Mitwirkende waren neben Monika Biwald, die die Idee zu diesem Konzert hatte, auch Hugo Pieri (Bariton), Michael Meier (Bariton), Edda Speer-Vieser (Mezzo), Cornelia Illner (Blockflöte), Andreas Schuhmann (Querflöte), Melanie Graule (Gitarre), Manfred Obergruber (Gitarre), Dusanka Jovanovic (Violine), Arnold Gutmann (Violine), Destine Traute (Cello) und Gennady Ilin (Piano). Eine angenehme Auflockerung für die Zuhörer bestand in der Einladung, bei dem Kirchenkonzert zu klatschen, wenn ihnen der Sinn danach steht – was gerne angenommen wurde. Auch konnten sie sich während des Konzerts bewegen, um das Klangschauspiel aus unterschiedlichen Positionen zu erleben.Werbung
Eröffnet wurde der Abend mit "Cantate Domino" bei dem auch Daniela Noeske, Vorstandsvorsitzende des Musischen Zentrums, mitsang. Es folgten unter anderem Stücke von Bach, Monteverdi und Tschaikowsky. Die Besucher wurden teilweise mit interessanten Instrumentenkombinationen überrascht.
Die Solostücke konnten die Lehrer selbst nach individuellen Vorlieben auswählen, lediglich zeitliche Begrenzungen wurden vorgegeben. Die Duett- und Ensemblestücke wurden gemeinsam ausgesucht. Die ausgewählten, gut miteinander harmonierenden Stücke zauberten eine besinnliche, sehr emotionale Stimmung in die Kirche. Mit den am Ende gespielten Gospelstücken wurde die etwas melancholische Stimmung schwungvoll aufgebrochen, das Publikum klatschte begeistert mit und stand zum Teil sogar auf. Zum Abschluss wurde der Kanon "Ich will den Herrn loben" von George Philipp Telemann gemeinsam mit den Besuchern gesungen – so ging ein sehr gelungenes Konzert mit berührenden Melodien zu Ende.
Auch Monika Biwald drückte im Nachhinein ihre Zufriedenheit mit dem Geleisteten angesichts des Aufwandes und des hohen Niveaus der ausgewählten Stücke aus. Geprobt wurde bereits seit dem Frühjahr und die ganze Arbeit wurde auf freiwilliger Basis geleistet. Monika Biwald war allerdings etwas enttäuscht, dass so wenig Eltern und Schüler das Konzert besuchten – war doch eine der Ideen gewesen, die Schule den Eltern und Schülern zu präsentieren und die Schülern durch die Musik anzuspornen.
Autor: Nicole Rosenthal
