Auf den Spuren des Kaiserreiches

BZ-Redaktion

Von BZ-Redaktion

Do, 31. August 2017

Efringen-Kirchen

Der Förderkreis des Museums in der Alten Schule erkundete die Hohkönigsburg.

EFRINGEN-KIRCHEN (BZ). Der Förderkreis des Museums in der Alten Schule hatte für den Jahresausflug die Hochkönigsburg im Elsass ins Programm genommen. 30 Teilnehmer hatten sich denn auch für die Fahrt angemeldet. Damit war das Interesse am Jahresausflug groß. Die erste Vorsitzende des Förderkreises, Helga Meier, hatte sich im Vorfeld über die Geschichte der Burg kundig gemacht, und so erfuhren die Teilnehmer allerhand Wissenswertes.

Die 30 Teilnehmer dieser Exkursion konnten bei der Führung durch die Burg beispielsweise erfahren, dass die Möbel der Burg aus dem 15., 16. und 17. Jahrhundert stammen. Da beim Brand im Dreißigjährigen Krieg auch alle Möbel ein Raub der Flammen wurden, hatte der seinerzeit von Kaiser Wilhelm II betraute Architekt Bodo Ebhardt aus den verschiedenen mittelalterlichen Epochen Möbel zusammengesucht und in das Burgmuseum gebracht.

Dass der Besuch der Hohkönigsburg lohnenswert ist, zeigten die begeisterten Besucher. Im Anschluss an die Führung in und auf der Burg ging es zum Mittagessen nach Schlettstadt, von wo die Ausflügler am Nachmittag zu Fuß zum Elsässischen Brothaus (Maison du Pain) gingen. Dort gab es viele alte Backutensilien zu bewundern und anschließend lockte der Duft frisch gebackenen Brotes in den Verkaufsraum, wo sich viele der Teilnehmer denn auch mit leckerem Brot versorgten. Im 12. Jahrhundert wurde die Burg erstmals erwähnt. Im Dreißigjährigen Krieg wurde die Burg 52 Tage lang von den Schweden belagert und schließlich am 7. September 1633 erobert und in Brand gesteckt. Die Ruine hatte danach vom Ende des Dreißigjährigen Krieges 1648 bis Mitte des 19. Jahrhunderts verschiedene Eigentümer. Mit dem Sieg Deutschlands über Frankreich kam das Elsass nach dem Krieg 1870/71 zu Deutschland. 1899 schenkte die Stadt Schlettstadt die Burg dem Deutschen Kaiser Wilhelm II. Der Kaiser wiederum, der selbst Pomp und Prunk liebte, gab dem Architekten Bodo Ebhardt den Auftrag, die Hochkönigsburg wieder aufzubauen. Wilhelm II wollte die Burg in eine mittelalterliches Museum verwandeln.