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12. Dezember 2011

Ein Lobgesang zur Adventszeit

Der Sängerbund bot in der gut besuchten Christuskirche ein bemerkenswertes Konzert.

  1. Sängerbund Efringen-Kirchen Foto: Jutta Schütz

EFRINGEN-KIRCHEN (jut). Zum Schluss gab es stehende Ovationen für den Sängerbund. Der Chor hatte mit seinem engagierten Dirigenten Erhard Zeh ein bemerkenswertes Weihnachtskonzert mit dem Motto "Halleluja" in der gut besuchten Christuskirche aufgeführt. Sänger und Dirigent hatten für den ersten Teil des Konzertes unbekannte ältere und moderne Lieder zur Vorweihnachtsfest einstudiert. Der zweite Teil des Abends widmete sich dann den gern und viel gehörten Klassikern der Weihnachtsmusik.

Als Solisten und Begleitung hatte der Chor ausgezeichnete Musiker verpflichtet. Dazu gehörten die Trompeter Daniel Zellweger und Christian Reger, der virtuose E-Pianist Markus Koch, ein souveräner Christian Geugelin vom Musikverein Efringen-Kirchen an der Pauke und Rolf Haas als glänzender Organist. Das Motto des Konzerts war Programm – gleich sieben Titel, die das Wort "Halleluja" enthielten, kamen zu Gehör. Erhard Zeh und Pfarrer Steffen Mahler ergänzten die Vorträge durch Gedanken zur Weihnachtszeit. Mit einem festlichen Adagio von Adolph Friedrich Hesse leitete Rolf Haas den Abend ein. Getragen, begleitet von Fanfarenklängen der Trompeten folgte Felix Mendelssohn-Bartholdys "Wachet auf, ruft uns die Stimme" aus dem Paulus-Oratorium. Selten gehört, gekennzeichnet durch wechselnde Einsätze von Männer- und Frauenstimmen, ist das 2003 komponierte "Halleluja" von Heinz Martin Lonquich.

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Ein Klassiker ist das melancholische "Hallelujah" von Leonhard Cohen, das der Chor überzeugend, eng angelehnt an das Original interpretierte und dafür Zwischenbeifall erhielt. Brillant die moderne Soul-Interpretation von "Hallelujah – a soulful celebration" mit Motiven von Händels berühmten "Halleluja", am E-Piano gespielt von einem dabei mitswingenden Markus Koch. Ausgesprochen melodisch John Rutters "Alle Dinge dieser Welt", ebenso wie das mit sichtlichem Spaß und viel Leidenschaft gesungene "From a distance" von Julie Gold, das den meisten Hörern als Titel gesungen von Bette Middler bekannt ist. Kobi Oshrats schwungvolle und eingängige Melodie zu seinem "Halleluja" kannten viele der Musikfreunde in der Kirche aus Fernsehsendungen. Wunderschön zu hören, triumphierend begleitet von Orgel, Trompeten und Pauke die in England sehr bekannte Rutter-Komposition "All Creatures of our God and King", ein wahrer Lobgesang zur Adventszeit und ein Höhepunkt des Abends. Das Zuhören beim barocken "Concerto in D", von Christoph Wolfgang Druckenmüller, das Haas virtuos als Orgelsolo vortrug, war ein Genuss.

Bachs "Ach mein herzliebes Jesulein" und und zum Abschluss des Abends Händels weltberühmtes "Halleluja" aus dem Oratorium "Der Messias" gehörten zu den Titeln mit Wiedererkennungseffekt. Das, was in Großbritannien seit der Uraufführung des "Halleluja" üblich ist, machten die Zuhörer auf der Empore nach – sie erhoben sich von ihren Plätzen, begeistert von der Interpretation des Chores, der danach Bachs "Wohl mir, dass ich Jesum habe" als Zugabe sang.

Das Konzert war gratis, Spendenkörbe waren aufgestellt, der Chor wird davon einem sozialen Zweck etwas spenden.

Autor: jut