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08. Dezember 2011
"Modernes und Altes passt im Konzert wunderbar"
BZ-INTERVIEW mit dem Sängerbundvorsitzenden Reinhard Knorr.
EFRINGEN-KIRCHEN. Am Samstag, 10. Dezember, von 19 bis circa 20.15 Uhr, lädt der Sängerbund zu seinem Weihnachtskonzert in die Christuskirche in Efringen-Kirchen ein. Es trägt den Titel: Halleluja! Auf dem Programm stehen Halleluja-Vertonungen aus alter und neuer Zeit. Reinhard Knorr, Vorsitzender des Sängerbunds, erläuterte der BZ, was die Zuhörer erwartet.
BZ: Wie kam der Sängerbund zu dem Konzertthema "Halleluja"?Reinhard Knorr: Es beruht auf einer Idee unseres Chorleiters Erhard Zeh. Wir haben unsere Liedauswahl schon öfter unter ein bestimmtes Thema gestellt. Da in sehr vielen Weihnachtsliedern "Halleluja" gesungen wird, lag es eigentlich sehr nahe, dieses Thema zu wählen.
BZ: Was heißt eigentlich Halleluja?
Knorr: "Halelu Jáh" ist hebräisch und bedeutet "preiset Gott", Jah ist die Kurzform des Gottesnamens JHWH. Da die hebräische Schrift interessanterweise keine Vokale kennt, kann man das Wort JHWE auf verschiedene Weise aussprechen. Die Katholiken sagen "Jahwe", gesprochen: "Jachwe", andere "Jehowa", was aber eher falsch sein dürfte. In dem neuen Text, den ich zu dem englischen Lied "alleluia sing to Jesus" schrieb, habe ich die Übersetzung "preist den Schöpfer" verwendet. Dies trifft meines Erachtens ganz gut die Stimmung, die den Hirten auf dem Feld und später den Jüngern von Jesus vermittelt werden sollte.
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BZ: Wieso den neuen Text?
Knorr: Bei manchen Texten merkt man, dass sie aus alten Zeiten stammen. "Mein herzliebes Jesulein" würde heutzutage niemand mehr sagen. Der alt-englische Text war nach unser aller Meinung so unsäglich schlecht, dass ich mir erlaubt habe, einen neuen, deutschen zu schreiben. Der "Sonnengesang" von Franz von Assisi aus dem 13. Jahrhundert ist jedoch noch heute aktuell und war Vorlage für den Text von "All Creatures of our God and King".
BZ: Wie gelingt dem Chor der Bogen vom moderneren Lied zu den älteren?
Knorr: Erhard Zeh zeigt bei seiner Auswahl eine Stilsicherheit, die mich immer wieder verblüfft. Modernes und Älteres passt im Konzert wunderbar zusammen. Viele Werke zu unserem Thema sind bereits vor mehr als 200 Jahren geschrieben worden. Zu den bekanntesten Kompositionen, aus denen wir singen, gehören sicher Bachs "Weihnachtsoratorium" und Händels Oratorium "Der Messias" aus dem 18. Jahrhundert sowie die "Weihnachtshymne" von Mendelssohn Bartholdy aus dem 19. Jahrhundert. Wir singen auch einige bekannte Weihnachtslieder. Wer allerdings unseren Chorleiter und unseren Chor kennt, wird nicht überrascht sein, auch einige eher unbekannte, aber schöne Kompositionen zu finden. Eine ganze Reihe moderner Lieder hat auf den ersten Blick nur entfernt mit Weihnachten zu tun, fügen sich aber harmonisch ins Gesamtbild ein. Es gibt nämlich zahlreiche wunderschöne Songs, meistens in englischer Sprache, die sicher auch dem reiferen Publikum gefallen. Am bekanntesten sind wohl der Bette-Midler-Song "From a Distance" oder das "Halleluja" von Leonard Cohen.
BZ: Wer begleitet Sie instrumental?
Knorr: An der Orgel begleitet uns der erfahrene Musiker und Chorleiter Rolf Haas, teilweise zusammen mit seinem Sohn Thomas Haas und Christian Reder, die beide Trompete spielen, sowie Christian Geugelin an der Pauke. Am E-Piano werden wir begleitet von dem Pianisten und Chorleiter Markus Koch. Wir wiederholen das Konzert übrigens am Sonntag, 11. Dezember, 17 Uhr, in der evangelischen Kirche in Tannenkirch. Der Eintritt ist an beiden Tagen frei, gegen eine Spende hätten wir aber nichts einzuwenden.
Autor: bz
