Musik, die bewegt und berührt

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Von cre

Di, 21. November 2017

Efringen-Kirchen

Der Musikverein Istein unter Daniel Moroso heimst beim Kirchenkonzert viel Applaus ein.

ISTEIN (cre). Vor 15 Jahren veranstaltete der Musikverein Istein sein erstes Kirchenkonzert. Inzwischen ist es fester Teil des kulturellen Programms der Gemeinde Efringen-Kirchen. Die zahlreichen Besucher wurden auch dieses Mal nicht enttäuscht. Mit sieben Werken hatte das Orchester mit seinem Dirigenten Daniel Moroso, der im Frack gekleidet den Taktstock schwang, ein breit gefächertes, interessantes Programm zusammengestellt. Pfarrgemeinderatsvorsitzender Michael Kiffe moderierte, unterstützt von Sohn Julian, den Abend.

Eröffnet wurde das Konzert mit der "Festivus Fanfare", die, wie der Moderator aus der Beschreibung des Stückes zitierte, sich sehr gut für festliche Anlässe und Konzerte eigne. Ein gelungener Einstieg. Kraftvoll symbolisierte "The Sound of Unity" das, wofür es die kleine flandrische Gemeinde Riemst in Auftrag gegeben hatte: Einigkeit. Die Brandkatastrophe des Luftschiffes "Hindenburg" schilderte das Folgestück, beginnend mit dem glorifizierten Start des Zeppelins über das Inferno bei der Landung in Lakehurst bis zur "Hymn of Silence" und der zum Ausdruck kommenden Schockstarre der Menschen. Das Publikum in der St. Michaelskirche spendete lebhaften Beifall.

Genüsslich zurücklehnen konnten sich die Besucher beim Choral "To my Country". In ferne musikalische Galaxien hingegen entführte das Orchester die Zuhörer mit "Cassiopeia". Diesen Namen trug ehedem eine äthiopische Königsgemahlin, die zur Strafe für ihren Hochmut von Poseidon für ihr weiteres Dasein als Sternenbild ans Firmament verbannt wurde. Ein sinfonisches Gedicht, mal ruhig, mal aufrührend, je nach Fortschritt der Geschichte, vom Orchester und seinen Solisten interpretiert.

Das Ballett "Coppelia" gehört bis heute zum Standardrepertoire des klassischen Balletts, wie Michael Kiffe zu berichten wusste. Aus dem ersten Akt spielte das Orchester den "Czardas", bearbeitet für Blasorchester. Das Werk wird bestimmt von rhythmischen, wechselnden Melodien, mal verspielt, mal wild.

Anlässlich des letzten Jahreskonzertes hatten die Besucher das Medley aus dem Musical "Man of la Mancha" zu ihrem Lieblingstitel gewählt. Sehr zur Freude der nun Anwesenden war es ins Programm des Kirchenkonzertes aufgenommen worden. Mit kräftigem Applaus verlangte das Publikum nach einer vorab schon vom Musikvereinsvorsitzenden Stephan Windmüller zugesagten Zugabe. Auch ohne Ansage war Ravels Bolero sehr schnell zu erkennen. Das Eiskunstlaufpaar Jayne Torvill und Christopher Dean machte bei den Olympischen Spielen 1984 diesen Titel auch für diejenigen unvergesslich, denen ansonsten Orchestermusik gleichgültig war.

Mit stehendem Applaus bedankten sich die Besucher für einen sehr unterhaltsamen Abend und eine bravouröse Leistung von Dirigent und Orchester. Mit "Highland Cathedral" verabschiedeten sich die Register einzeln vom Publikum und konnten so den ihnen gebührenden Beifall entgegennehmen. Ein Apéro im Gregoriushaus rundete den Abend ab.