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09. April 2017 14:32 Uhr

Melodien vom Mittelmeer

Musikverein Istein stimmt beim Jahreskonzert auf den Sommer ein

Der Frühling steht in voller Blüte, die Osterferien haben begonnen – da passten die Melodien aus dem Mittelmeerraum, mit denen der Musikverein Istein sein Publikum auf die warme Zeit des Jahres einstimmte.

  1. Der Musikverein Istein „Rheinlust“ unter Daniel Morosos Leitung bot dem Publikum ein abwechslungsreiches Jahreskonzert Foto: Hartenstein

  2. Heitere Klarinettenklänge Foto: Silke Hartenstein

  3. Blasmusik vom Feinsten Foto: Silke Hartenstein

  4. Daniel Moroso in Aktion Foto: Silke Hartenstein

Der Frühling steht in voller Blüte, die Osterferien haben begonnen – da passten die Melodien aus dem Mittelmeerraum, mit denen der Musikverein Istein sein Publikum auf die warme Zeit des Jahres einstimmte. Mit Ouvertüren im Stil italienischer Opern, Stimmungsbildern von den griechischen Kykladen und Filmmusik aus "Der Pate" eröffnete das Blasorchester unter Daniel Morosos inspirierter Leitung sein Jahreskonzert in Isteins Festhalle.

Mit Ted Huggens Titel "Italienische Lustspiel Ouvertüre" begannen die Musiker aus Deutschlands Toskana ihr Konzert. Hier folgten auf straffe Stakkati der dunklen Blechbläser eine tänzerisch-leichte Passage, spritziges Glockenspiel und die gelungene Überleitung zum neapolitanischen Lied "Santa Lucia" – herzerwärmend romantisch und mit zarten Melodienbögen der Holzbläser. Mit schönen Soli der Tenorhörner und straffer, temperamentvoller Melodieführung klang dieser Aufwärmer aus. Einen Aufwärmer brauchte das Orchester auch, denn Harry Mertens folgende Motive eines Urlaubs auf den "Kykladen" mit ihren vielen Takt- und Tempiwechseln hatten es in sich. Jede für sich allein stehend, wurden hier ständig wechselnde Stimmungen musikalisch umgesetzt. Es folgte großes und dynamisch abwechslungsreiches Kopfkino mit "Der Pate", eröffnet durch ein klares Trompetensolo, das schwermütige Thema fein aufgenommen von den Holzbläsern vor dem behäbig-rhythmischen Hintergrund der Blechbläser. Der Klang einer Glocke, ein sattes Crescendo, lückenlos gefolgt vom sanften Diminuendo – und die Stimmung hob sich zum heiter-volkstümlichen Thema samt gemütlich durchlaufender Basstubas, wechselte sodann vom Unheilschwangeren in schwarze Melancholie und mündete im populären Don-Corleone-Thema. Da fiel im Anschluss Julius Fuciks Marsch "In der lustigen Dorfschmiede" samt seiner scherzhaften Atmosphäre, gepfiffenen Passagen und ryhthmischen Ambossklängen etwas aus dem Rahmen, bildete dafür jedoch einen passenden Rahmen für die Ehrungen (wir berichten noch).

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Happy Sound und mitreißende Musical- und Filmmelodien machten auch die zweite Programmhälfte zum abwechslungsreichen Hörerlebnis. Angesagt wurden die Stücke von den drei Jungmusikern Lara Boldt, Patrick Schöllhorn und Phil Robin Grauer.

Thiemo Kraas’ "A little opening" eröffnete den zweiten Konzertteil mit Fanfaren der Trompeten und Posaunen, gefolgt von singenden Klarinetten und spannungsreichem Verlauf durch eine gut umgesetzte Verlangsamung und das rasant-funkelnde Presto zum Schluss. Mit schönen Paso-Doble-Passagen, klappernden Kastagnetten, feiner Querflöte und wechselnden Stimmungen erzählten die Musiker dann die Geschichte von Don Quijote, dem "Man of la Mancha", nahmen mit Jan Hadermanns "Dancing on the Seashore" im locker-leichten Happy-Tanzmusiksound ihr Publikum mit auf einen entspannten Ausflug ans Meer und reisten mit "I see you" aus dem Kinohit "Avatar" in die mystische Welt des Dschungelplaneten Pandora. Mit "Elisabeth – das Musical", mit sich reibenden Harmonien zu Beginn, vorwärtstreibendem Spiel im Tutti, sanfter Melancholie, einem makaber klingenden Walzer, gut gemeisterten Übergängen und strahlendem Finale gab es zuletzt "Sissis" Lebensgeschichte als Totentanz. Die Zuhörer bedankten sich mit kräftigem Applaus und bekamen zwei Zugaben, darunter der flotte Marsch "Von Freund zu Freund". Gesellig und spannend klang der Abend aus, denn auf das Konzert folgte die Verlosung der Tombola mit attraktiven Hauptpreisen rund um Kurzurlaub und Wellness.

Autor: Silke Hartenstein