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09. Juli 2012
Ein Jahrhundertfest
Das Bezirkmusikfest in Oberhof ein würdiger Höhepunkt zum Jubiläum des Musikvereins / 150 Helfer und 350 Musiker sorgten für abwechslungsreiches Wochenende.
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Unterm Zelthimmel lieferten sich die anwesenden Bezirksvereine einen spaßigen Schlagabtausch auf den gegenüberliegenden Bühnen. Foto: Johannes Wasmer
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Der Sternmarsch am Sonntag führte elf der 16 Bezirksvereine von Willaringen bis Laufenburg, und damit gut 350 Musiker, in einen Gesamtchor zusammen. Foto: Johannes Wasmer
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Oktoberfeststimmung verbreitete die Musik der Aachtaler Musikanten am Samstagabend im Oberhofer Festzelt. Foto: Johannes Wasmer
MURG-OBERHOF. Vor ziemlich genau einer Woche standen die knapp 30 Mitglieder des Musikvereins (MV) Oberhof auf der Thimos-Wiese unterhalb des Ortes und hatten allen Grund zur Freude. Das lag nicht am fabelhaften Hochrhein-Panorama, sondern an dem Radlader von Ralf Strittmatter aus Hänner. Dessen spontane Hilfsaktion beim Zeltstellen ist bezeichnend für eine Festwoche, in welcher die Gemeinde etwas näher zusammenrückte. Gefeiert wurden das 100-Jährige des Vereins und ein spektakuläres Bezirksmusikfest.
150 Leute aus allen Murger Ortsteilen und Vereinen, Privatpersonen und Passivmitglieder des Musikvereins standen für die vier Tage des größten Oberhofer Musikfestes der vergangenen 25 Jahre auf den Schichtplänen. Immerhin wurde das Bezirksmusikfest gefeiert – und das sollte im Jubiläumsjahr des Musikvereins Oberhof etwas ganz besonderes sein. Der beispiellose Gemeinschaftssinn, der schon bei den Gratulationen zum 100-jährigen Bestehens des Musikvereins im April durchgeschienen war, konnte so nochmals aufleben.Zur Vorbereitung des Sternmarschs von elf Musikvereinen am Sonntag waren Ehrenmitglied Werner Speck und Aktivmitglied René Neuhaus zwei Wochen zuvor mit der Stoppuhr durchs Dorf marschiert, damit die teilnehmenden Vereine auch punktgenau beim Kreuzungspunkt am Spielplatz aufeinandertreffen. Mit Erfolg: Zum Gesamtchor formiert ließen die gut 350 Musiker aus Hütten bis Laufenburg unter freiem Himmel und Leitung von Bezirksdirigent Peter Fräßle den Choral "Wahre Freundschaft" erklingen.
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Unterm Zelthimmel ging es dann um einiges flotter zu, als die Vereine sich auf den beiden gegenüberliegenden Bühnen einen spaßigen Schlagabtausch lieferten. Die Verlosung einer Spanien-Reise garantierte zusätzlich gutes Sitzfleisch beim Publikum.
An den zwei Abenden zuvor konnten die Helfer die Zeltbeleuchtung erst im Morgengrauen ausknipsen. Am Freitag hatte die Albbrucker Rock-Band Déjà-Vu und ein Feuerschlucker mühelos das Zelt gefüllt. Die Hegauer Showband Aachtaler Musikanten am Samstag hatte damit mehr Mühen, löste ihr jedoch Versprechen an die Vorsitzende Nicole Maier jedoch ein: "Am Ende stehen alle auf den Tischen!"
Heute wird das Zelt zum letzten Mal geöffnet. Nach dem Kindernachmittag ab 15 Uhr läutet der MV Niederhof um 18.30 Uhr den Handwerkerhock ein. Die Gäste können es sich derweil in der Kaffeestube oder dem Hauptzelt gemütlich einrichten. Zünftig und bayerisch bläst die Trachtenkapelle Dachsberg danach zum Zapfenstreich.
Bei den 150 Helfern, die ganz wesentlich zum Gelingen der Jubiläumsfeiern beigetragen haben, wird sich der Musikverein Oberhof nicht nur mit Auftritten, sondern auch mit einem eigenen Fest Ende Juli bedanken. Das könnten sie gleich mit dem Fest zusammenlegen, das ihnen die anderen Vereine am Sonntag geschenkt haben. Mit dem Konzert am dritten Advent wird der MV Oberhof sein Festjahr beschließen.
Autor: Johannes Wasmer





