Eine Torhüterin als Repräsentantin

Volker Münch

Von Volker Münch

Do, 21. Dezember 2017

Müllheim

Die Stadtwerke Müllheim-Staufen gehen mit dem Markgräfler Gymnasium die dritte Bildungspartnerschaft ein.

MÜLLHEIM. Das Markgräfler Gymnasium in Müllheim ist mit den Stadtwerken Müllheim-Staufen seine dritte Bildungspartnerschaft eingegangen. Besonders die Themen regenerative Energie und Ökologie sollen den Bildungsauftrag der Schule mit Blick auf den Wirtschafts-, Chemie- und Technikunterricht ergänzen. Und als Schmankerl obendrauf werden die Stadtwerke beim Kontakt mit den Schülern von der Torhüterin des SC Freiburg und der deutschen Damennationalmannschaft, Laura Benkarth repräsentiert.

Für das Markgräfler Gymnasium war es wie ein vorgezogenes Weihnachtsgeschenk: Mit der Bildungspartnerschaft werden nun im praktischen Anschauungsunterricht mit der neuen Bildungspartnerschaft Lücken geschlossen. "Mit den Stadtwerken gehen wir eine Partnerschaft mit einem wichtigen regionalen Unternehmen ein", erklärte Rektor Andreas Gorgas bei der Vertragsunterzeichnung. Das Engagement der Stadtwerke Müllheim-Staufen ergänzt die beiden bereits bestehenden Bildungspartnerschaften zu den Firmen Neoperl und der Volksbank Müllheim. Die von den Stadtwerken repräsentierten Themen deckten auch Teile des aktuellen Bildungsplans ab, ergänzte Lehrerin Barbara Luther, die als Ansprechpartnerin die Kontakte zu den Unternehmen pflegt. Und weil die Einblicke samt praxisorientiertem Unterricht auch auf die Berufsorientierung abzielen, war der zuständige Lehrer Jörg Meergans bei der Unterzeichnung zugegen.

Projekte der Stadtwerke wie das Kleinwasserkraftwerk in Staufen, die Elektromobilität und die Gewinnung von Strom über regenerative Technologien wie Photovoltaik bereicherten den Lehrplan, sagte Barbara Luther. Rektor Gorgas verwies auch auf den Gesundheitsaspekt, zu dem die Versorgung mit Trinkwasser gehört – eine Dienstleistung, die die Stadtwerke ebenfalls übernommen haben. Der Abschluss der Bildungspartnerschaft erhielt durch die personelle Besetzung der Ansprechpartnerin eine besondere Note: Stadtwerke-Geschäftsführer Jochen Fischer stellte die Torhüterin des SC Freiburg und der Damennationalmannschaft, Laura Benkarth vor. Die 25-jährige Vollblut-Fußballerin hat nach erfolgreichem Abschluss ihres Studiums in den Bereichen Sport und Wirtschaft ihre Stelle als Repräsentantin der Stadtwerke angetreten. Sie zeichnet verantwortlich für den Kontakt zu Vereinen und zu Schulen.

"Laura Benkarth kommt aus dem Vereinssport, ist in der Region aufgewachsen und kennt sich im Thema Wirtschaft hervorragend aus", betonte Fischer und ergänzte: "Für uns verkörpert sie die ideale Symbiose zwischen Leistungssport und Wirtschaft." Benkarth hat ein 40-Prozent-Arrangement mit den Stadtwerken getroffen und freut sich selbst auf die neue Aufgabe. Für die Schüler, so kann man heute schon vermuten, ist die bekannte Repräsentantin noch ein "Schmankerl obendrauf". Zumindest Freunde des Ballsports werden sich auf die eine oder andere Begegnung mit der erfolgreichen Torfrau, die mittlerweile auch zur Mannschaftskapitänin ihrer SC-Bundesligamannschaft ernannt wurde, freuen. Laure Benkarth selbst freut sich auf ihre neue Aufgabe und auf die Begegnungen mit den Schülern. Nach der Unterzeichnung sagte Andreas Gorgas, für das Markgräfler Gymnasium sei es wichtig, wenige, dafür starke Partner im Bereich der Bildung zu haben. Die Stadtwerke ergänzten seiner Überzeugung nach den naturwissenschaftlichen und technischen Bereich des Gymnasiums ausgezeichnet.