Vom Rhein auf den Höchst

Gert Brichta

Von Gert Brichta

Do, 14. Januar 2016

Eisenbach (Hochschw.)

Die Autorin Monika Littau aus Bonn ist Eisenbachs Dorfschreiberin 2016.

EISENBACH. Die Dorfschreiberin im Jahr 2016 in Eisenbach heißt Monika Littau. Das gab Jürgen Holtz bei der Jahreshauptversammlung des Förderkreises Kreatives Eisenbach bekannt. Die in Bonn lebende Autorin ist Gymnasiallehrerin mit der Fächerkombination Deutsch, Geschichte und Musikwissenschaft und arbeitete zehn Jahre lang als Pädagogin. Aber auch in anderen Berufsbereichen war sie lange zu Hause, insbesondere in der Kultur-/Literaturförderung. Im April wird Monika Littau offiziell vorgestellt.

Ihr Traum sei es schon immer gewesen, als freiberufliche Autorin zu arbeiten – wohl wissend, wie schwierig es ist, damit sein Auskommen zu verdienen. Den großen Schritt in die Selbstständigkeit habe sie – obwohl sie immer geschrieben und veröffentlicht hat – erst gewagt, als ihr mittlerweile erwachsener Sohn auf eigenen Füßen stand. Die Entscheidung, sich als freie Autorin zu versuchen, habe für viele in ihrem Umfeld ein bisschen "verrückt" ausgesehen, berichtet Monika Littau. Sie aber hat die Entscheidung nicht bereut und "ist glücklich, diesen lang verschatteten Teil meiner Persönlichkeit nun leben und entfalten zu dürfen". Unter anderem hat sich Monika Littau einen Namen als Autorin von Kinderbüchern gemacht.

Drei Monate wird sie in Eisenbach leben und arbeiten. Schon im vergangenen Jahre hatte sie sich als Dorfschreiberin beworben. Lyrik, Kurzprosa sowie Romane, Kinderbücher und Hörspiele für den Westdeutschen Rundfunk zählen zu ihren literarischen Arbeitsbereichen. Als Schriftstellerin ist sie seit 1984 berufspolitisch organisiert im Verband deutscher Schriftsteller (VS) in ver.di. Mehrere Jahre war sie auch im NRW-Landesvorstand tätig, zuletzt 2008 vorübergehend als Vorsitzende. Außerdem ist sie die Vorsitzende der Gesellschaft für Literatur Nordrhein-Westfalen. Seit Anfang der 1980er-Jahre lädt sie zu Schreibwerkstätten ein. In den 1990er-Jahren leitete sie die Ahlener Schreibwerkstatt in der Nachfolge von Josef Reding. Neben Schreibwerkstätten für Erwachsene bietet sie auch Workshops für Kinder und Jugendliche in Schulen und anderen Kultur- und Bildungseinrichtungen an.