Zur Navigation Zum Artikel

Wenn Sie sich diesen Artikel vorlesen lassen wollen benutzen Sie den Accesskey + v, zum beenden können Sie den Accesskey + z benutzen.

21. August 2013

Ein Fest wie aus dem Bilderbuch

Das 42. Breisgauer Weinfest hat bei optimalem Wetter wieder über 50 000 Besucher in die Emmendinger Altstadt gelockt.

  1. Kaskaden in rot, blau und gelb am Emmendinger Nachthimmel. Das Abschluss-Feuerwerk des Breisgauer Weinfests ist für viele Besucher ein Höhepunkt der vier Festtage. Foto: Dieter Erggelet

EMMENDINGEN. Mit seinen Besucherzahlen reicht das 42. Breisgauer Weinfest an das Rekordjahr 2011 heran. Über 50 000 Besucher verkosteten vier Tage lang 200 Weine und Sekte aus dem Anbaugebiet zwischen Oberschopfheim und dem Glottertal. "Es war ein Fest wie aus dem Bilderbuch mit optimalem Weinwetter", zog Mitorganisatorin Barbara Brendler am Dienstag ein positives Resümee. Die Ausdehnung des Festgeländes auf den Schlossplatz stieß bei den Festgästen auf eine überaus positive Resonanz.

"Wo wären all die Leute denn hingegangen, wenn wir den Schlossplatz nicht mit dazu genommen hätten", fragte sich Andrea Jörger. Denn "so viele Menschen wie nie" strömten nach Einschätzung von Andrea Schlenk vor allem am Freitag- und Samstagabend durch die Emmendinger Innenstadt. Das Wagnis, mit dem neuen Festplatz bewusst einen Kontrapunkt zu setzen, habe sich gelohnt. Die "Bier- und Cocktailinsel" inmitten des Weinfests habe "toll eingeschlagen" und soll nach Möglichkeit in den kommenden Jahren fortgeführt werden. "Wir wollten mit der Zeit gehen und auch Biertrinker nicht ausschließen", betonte Barbara Brendler. Selbst Puristen, die früher Bier auf dem Weinfest kategorisch abgelehnt hätten, äußerten sich positiv zum Probelauf.

Werbung


Voll des Lobes war auch OB-Stellvertreter Joachim Saar, der beim Pressetermin den Organisatoren, Winzern und vielen Helfern im Hintergrund ausdrücklich für ihr Engagement dankte: "Sie haben einen sehr guten Eindruck für die Stadt und die Region hinterlassen". Ganz gleich ob Bauhof, Sicherheitsdienst, Rettungskräfte oder die "Heinzelmännchen" von der SG Wasser-Kollmarsreute – alle waren fast rund um die Uhr im Einsatz, um den Besuchern ein "unbeschwertes und friedliches Fest" zu ermöglichen, wie Saar betonte. Außer wenigen, bei Festen dieser Größenordnung wohl kaum vermeidbaren Reibereien (die BZ berichtete), habe es keine negativen Begleiterscheinungen gegeben. Den in den vergangenen Wochen durch Großveranstaltungen viel geplagten Anwohnern dankte Saar für ihr Verständnis. Nicht eine einzige Beschwerde über Ruhestörung habe es bislang beim Organisationsteam gegeben.

Positiv aufgenommen wurde das vielfältige und hochwertige Angebot der Breisgauer Winzergenossenschaften und Weingüter, die über 200 Weine und Sekte der verschiedensten Sorten und Lagen vom Verkosten anstellten. "Die Ausbauprofessionalität nimmt stetig zu", so Joachim Saar. Rund 10 000 Flaschen Wein dürften wieder über die Theken gegangen sein, eine genaue Zahl ist erst nach der Abrechnung möglich. Zu den Favoriten der Weinfest-Besucher zählten einmal mehr die lieblichen Sorten wie Müller, Muskateller oder Gewürztraminer, aber auch halbtrockene Sommerweine wie Weiß- oder Grauburgunder. Auch die Roten hatten ihre Fans, wie den OB-Stellvertreter, der die Breisgauer zwischenzeitlich sogar den Franzosen vorzieht, "weil ich davon keine tintenfarbene Zunge und stumpfe Zähne bekomme".

Auch das breite Speisenangebot, das von Currywurst und Flammenkuchen bis hin zum hochwertigen Fischteller und Vitello Tonato reichte, kam an. Der erstmals angebotene Mittagstisch am Sonntag soll aufgrund der großen Resonanz fortgeführt werden. Über 300 Teilnehmer hatte der von Pfarrer Georg Metzger und vielen Mitwirkenden musikalisch besonders gestaltete Weinfest-Gottesdienst. Und das grandiose Abschluss-Feuerwerk am Montag (siehe "Übrigens") sorgte für Riesenbeifall bei den Besuchern.

Autor: Gerhard Walser