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13. September 2017

Für die Ausstellung packen alle an

Am 23. und 24. September verwandelt sich das Wehrle-Werk in einen Kunstraum / Erlös der Auktion für einen guten Zweck.

  1. Alle müssen mit zusammenwirken, damit an einem Nachmittag eine Ausstellung von 25 Emmendinger Künstlerinnen und Künstlern aufgebaut werden kann. Plakate und Flyer zu verteilen, ist da noch die einfachste Übung. Foto: Sylvia-Karina Jahn

EMMENDINGEN. Was braucht ein Künstler, der an der Ausstellung "Kunst im Werk" am 23. und 24. September teilnehmen will? Auf jeden Fall Eimer, Handfeger und Putzlappen. "Wenn man was anfasst, ist man schwarz", sagt Monika Baltes.

Sie ist eine der Ausstellerinnen, die sich an der zweiten Ausstellung im Wehrle-Werk beteiligen, und kennt das schon. In dem Unternehmen wird bis Freitag, 22. September, 13 Uhr, gearbeitet – erst dann können die Werke der 25 Emmendinger Künstlerinnen und Künstler und die Stände für die Bewirtung aufgebaut werden. Nur die Außendekoration kann bereits einen Tag vorher montiert werden.

Eine achtköpfige Arbeitsgruppe hat den Sommer über vorbereitet, besprochen, organisiert. Vieles fällt leichter, weil es das zweite Mal ist. Beim Kunststammtisch gibt es dennoch viele Fragen und zu tun gibt’s auch noch jede Menge. 5000 Flyer und 300 Plakate wollen platziert werden – jeder Künstler kriegt einen Stapel, den er verteilen soll. Werner Tegeler, bei dem die Fäden der Organisation zusammenlaufen, erklärt den sozial-kulturellen Zweck, dem der Erlös dienen soll: Der Zugang zum Tafelberg soll barrierefrei werden. Jeder der 25 Aussteller hat ein Werk für die Versteigerung zur Verfügung gestellt. Am Sonntag um 15 Uhr versteigert OB-Stellvertreter Joachim Saar die Werke, "hoffentlich hochpreisig", sagt Tegeler. Ausstellungsbesucher können auch etwas gewinnen: Für das Kunstratespiel müssen die Besucher sechs Bildausschnitte den richtigen Werken zuordnen und können dabei acht Gutscheine von Sponsoren, von der Eisdiele übers Kino bis zum Restaurant, gewinnen – aber nur, wenn sie zur Ziehung am Sonntagnachmittag anwesend sind.

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Vieles ist noch zu tun: So sollen den Besuchern leuchtend gelbe Fußspuren den Weg weisen, die auf dem Boden aufgeklebt werden müssen. Für die Gestaltung der Stände bekommen die Künstler keine Vorgaben – außer der, die Flächen für den Publikumsverkehr frei zu halten. Und es gibt bereits einen ausgeklügelten Plan, wer wo platziert wird.

Die Aussteller können im Werk vorhandene Einrichtungen wie Metallgitterspinde sowie 15 Stellwände nutzen, dürfen aber weder dabei noch anderswo Nägel verwenden: "Wir müssen das Werk in dem Zustand zurückgeben, in dem wir es übernommen haben", sagt Tegeler und gibt gleich Tipps, wie Bilder gehängt werden können: Auf der Rückseite der Stellwände gibt es Querstreben, an denen mit Hilfe von Dachlatten eine Befestigung über die Wand gezogen werden kann – idealerweise aus (fast) unsichtbaren Nylonfäden. Für all das müssen die Aussteller selbst sorgen ("die Dachlatten gibt’s für 97 Cent beim Obi"). Leichte Exponate könnten auch mit starken Magneten befestigt werden. Immer nötig: Erst mal "entstauben". Auch Lampen für besondere Lichteffekte sowie Verlängerungskabel müssen die Künstler selbst mitbringen.

Dafür sind die Werkschilder, auf denen auch die Preise vermerkt werden, schon gedruckt und müssen nur noch neben den Werke aufgeklebt werden. Ein DIN-A-4-Blatt mit Lebenslauf und Kontaktdaten kommt ebenfalls dazu.

Für Getränke sorgt das Weingut Dreher, Heidis Flammkuchen-Foodtruck für Herzhaftes und der Gesangverein Mundingen (Samstag) und die Waldorfschule (Sonntag) bieten jeweils Kaffee und Kuchen an.

Begegnungen, Kunst im Werk, Samstag, 23. September, 11 bis 18 Uhr, Sonntag, 24. September, 11 bis 17 Uhr. Eröffnung Samstag, 11 Uhr mit Musik von Frank Goos; 13 Uhr und 15 Mingus Monks (Frank Goos an Friends) ; Sonntag 11.30 Uhr die Furchtlosen 7 1/2, 13.30 Uhr Funky Devilz, 15 Uhr Auktion der Sponsorenbilder, anschließend Gewinnziehung des Bilder-Ratespiels.

Autor: Sylvia-Karina Jahn