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25. August 2015

Wolf: Will bei Rheintalbahn kein Stuttgart 21 erleben

CDU-Spitzenkandidat Guido Wolf hat im Rahmen seiner Sommertour kurz in Emmendingen Station gemacht.

  1. Guido Wolf, Spitzenkandidat der CDU für die Landtagswahl 2016 Foto: Georg Voß

EMMENDINGEN. Nein, mit dem CDU-Bus mit Neu-Ulmer Kennzeichen kam der 53-jährige Spitzenkandidat Guido Wolf auf seiner Sommertour durch Baden-Württemberg nicht nach Emmendingen, sondern alleine. Es war der letzte Tag seiner Sommertour, die am 9. August begann und am Samstag endete. Dem Besuch beim Landtagsabgeordneten Marcel Schwehr folgten noch drei weitere Termine, wo Guido Wolf wieder seinem Wahlkampfteam zusammentraf – und mit dem Bus.

Marcel Schwehr beschreibt den in Weingarten geborenen CDU-Spitzenkandidaten als einen Menschen, der mit den Menschen in Kontakt kommen möchte – und durch seine Besuche in Waldkirch oder Endingen kein Unbekannter hier sei. "Er kommt aus der Kommunalpolitik", sagt Schwehr und weist darauf hin, dass Guido Wolf von 2003 bis 2011 Landrat des Landkreises Tuttlingen war. "Es war überall starke Präsenz", sagt Guido Wolf in Emmendingen.

"Es war eine Aufbruchsstimmung spürbar, und zwar nicht nur von Leuten aus der Partei und der Partei nahestehenden." Die Idee mit der Sommertour sei aufgegangen. "Der Beruf wird nicht zur Routine. Ich habe jeden Tag Lust auf Neues." Wichtigstes Thema für ihn: die Flüchtlingsfrage. "Wir dürfen das Thema nicht tabuisieren", fordert er. "Wenn wir es nicht aufgreifen, dann andere, die wir nicht wollen." Bisher seien ihm auf der Tour keine radikalen Positionen begegnet. Dies wäre in den 90er Jahren anders gewesen – als es deutlich weniger Flüchtlinge und Asylsuchende gab.

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Neben landespolitischen Themen wie der Bildungspolitik und der Verbesserung der medizinischen Versorgung insbesondere auf dem Land durch Vergabe von Stipendien an Medizinstudenten mit der Verpflichtung, Dienst im medizinisch unterversorgten Raum zu leisten, behandelt Wolf bei seinem Besuch in Emmendingen auch das Thema Windkraft. Er sei bedingt dafür, wie er sagt – wenn "Windhöffigkeit" und Effizienz stimmen würden. "Baden-Württemberg ist kein Windland und wird nie eins werden", sagt er.

Ein Kampf gegen Windmühlen war für ihn die Ortsumfahrung von Winden im Elztal. Im ländlichen Raum ginge in punkte Verkehrspolitik zu wenig, wie er sagt. Nun kann der Spatenstich für die Ortsumfahrung nach jahrzehntelangen Bemühungen stattfinden, die Baufreigabe wurde am 20. Juli erteilt. Auch in Bezug auf den Ausbau der Rheintalbahn dürfe man nicht die Anliegen der Bürger aus den Augen verlieren, sagt er. Guido Wolf wies auf Stuttgart 21 hin. "Sowas möchte ich nicht mit der Rheintalbahn erleben." Noch keine Gewissheit gibt es nach Angaben von Marcel Schwehr, ob der Knotenpunkt Denzlingen bei der geplanten Schnellstrecke zwischen Basel und Offenburg mit dem Regionalzug wegfalle oder nicht. "Wir haben zwar die Anfrage gestellt, doch werde es noch ergebnisoffen geprüft, hieß es", sagt Schwehr.

Guido Wolf hat den Landkreis Emmendingen schon häufiger besucht. Sein Bruder, erzählt er, hatte in Windenreute eine Studentenbude bezogen. "Es war eine große Chance, durch meinen Bruder nach Freiburg zu kommen." Dort habe es damals nämlich die größten Eisbollen gegeben.

Autor: Georg Voss