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22. Februar 2016

Anerkennung macht "Lust auf Leistung"

Bezirkslandfrauentag in Endingen: Wahlprüfsteine für Landespolitiker, Vortrag und eine Spende für die Flüchtlingsarbeit .

  1. Der Bezirksverband feierte in Endingen fünf Landfrauen, deren Engagement mit der Landesehrennadel honoriert wurde. Foto: Christel Hülter-Hassler

ENDINGEN. Wie wichtig gegenseitige Anerkennung und Bestärkung für die eigene "Lust auf Leistung" ist, machte der Bezirkslandfrauentag der 17 Ortsvereine des Kreises Emmendingen am Samstag in der Stadthalle Endingen auf verschiedene Weise deutlich. Der Gemischte Chor Querbeat aus Nordweil sorgte für eine schwungvolle musikalische Umrahmung.

"Frauen wie Ihr sind das Herz der Gesellschaft, das sie aufblühen und gedeihen lässt", lobte die erste Sprecherin des Bezirksvorstandes, Doris Zeisset, die Leistung von fünf Landfrauen aus dem Bezirk, die mit der Ehrennadel des Landes ausgezeichnet worden sind: Cornelia Biehle, Beate Haack, Renate Schmidt, Bärbel Engler und Martha Frey. Denzlingens Bürgermeister Markus Hollemann war für die Würdigung seiner Bürgerin Martha Frey auf der Bühne sogar zu einem Verseschmied geworden. Zuvor hatte er "das städtische Leben mit dörflichem Charme" in Denzlingen geschildert. Beim Bezirkslandfrauentag wird jeweils einem Bürgermeister der 17 Gemeinden eine Bühne zum Vorstellen seiner Gemeinde gegeben.

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Gekommen waren auch der Bundestagsabgeordnete Johannes Fechner sowie die Landtagsabgeordneten Sabine Wölfle, Marcel Schwehr und Alexander Schoch. Ihnen gab Doris Zeisset die "Wahlprüfsteine" des Landfrauenverbandes mit auf den Weg. An oberster Stelle: Bessere Rahmenbedingungen für die Vereinbarkeit von Familie und Beruf mit dem Ehrenamt.

"Wir bieten attraktive und ansprechende Bildungsarbeit im ländlichen Raum", betonte Zeisset. Das bestätigten sowohl Landrat Hanno Hurth als auch Endingens Bürgermeister Hans Joachim Schwarz und Ulrich von der Horst, der zusammen mit dem BLHV-Kreisvorsitzenden Stefan Engler den landwirtschaftlichen Berufsstand vertrat.

Bestärkt wurden die rund 600 Anwesenden auch von Monika Schnaiter aus dem Landfrauenverbands-Präsidium: Sie bewunderte das Rahmenprogramm des "kreativen und kulinarischen Marktplatzes". Als neues Motto des Landfrauenverbandes Südbaden verkündete Schnaiter den Slogan: "Ich bin Landfrau", der die Kommunikation in den nächsten drei Jahren bestimmen soll.

"Endlich wieder Montag" lautete der Titel des Vortrags von Christine Nill-Theobald. Mit Witz und Spontanität verdeutlichte die Unternehmensberaterin und Buchautorin, dass der Montag zu den besten Tagen der Woche gehören könne – wenn man einfach liebe, was man tue. Zwei Dinge seien wichtig: Anerkennung und Selbstentfaltung.

Weil die Landfrauen nun schon zum sechsten Mal zu Gast in der Endinger Stadthalle sein durften, gab es für Bürgermeister Schwarz eine Spende von 810 Euro mit der Bitte, das Geld für die Flüchtlingsarbeit zu verwenden. Gewürdigt wurde auch die ehrenamtliche Leistung von sechs Landfrauen, die ihre Ämter im Ortsverein oder Bezirk inzwischen abgegeben haben: Helga Monke, Sibylle Groffy, Lisbeth Sillmann, Luise Buderer, Lucia Fischer und Petra Nopper.

Autor: Christel Hülter-Hassler