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21. November 2016

Thomas Wagner an der EBG-Spitze

Nach acht Jahren gab Bettina Stumpf-Maroska den Vorsitz der Endinger Bürgergemeinschaft ab.

  1. Thomas Wagner, Bernd Meyer, Ulrike Ruh, Karlheinz Albrecht, Bettina Stumpf-Maroska, Nico Karschewski und Ernst Fuchs (von links) bilden das neue Vorstandsteam der Endinger Bürgergemeinschaft. Foto: Christiane Franz

ENDINGEN. Bei der Mitgliederversammlung im Gasthaus "Schützen" wählte die die Endinger Bürgergemeinschaft (EBG) mehrheitlich Thomas Wagner zum neuen Vorsitzenden und Ulrike Ruh zu seiner Stellvertreterin. Sie wolle den Vorsitz in jüngere Hände abgeben, begründete Bettina Stumpf-Maroska ihren Rücktritt und blickte auf ihre Zeit als Vorsitzende zurück. Bernd Meyer informierte die Mitglieder über wesentliche Themen im Gemeinderat und Hannelore Hirtler gab einen ungefähren Ausblick auf den Finanzhaushalt der Stadt im kommenden Jahr.

Die Mitgliederversammlung begann mit einer Gedenkminute für Carolin G. Ihr gewaltsamer Tod sei nicht nur begleitet von Trauer, sondern auch von Angst, sagte Bettina Stumpf-Maroska. "Gegen Angst hilft nur Vertrauen, Vertrauen in die Gemeinschaft Endingen, in die Polizei und, wer daran glauben mag, in eine höhere Macht", betonte die scheidende Vorsitzende. Sie mahnte, dass es Aufgabe der Politik, aber auch der Bürger sei, über den Frieden zu wachen. Das heiße auch, demokratische Kompromisse zu akzeptieren, die nicht immer befriedigend seien.

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Nicht Alter, Krankheit oder Frustration habe sie bewogen, nicht mehr für den Vorsitz zu kandidieren, sondern der Wunsch, das Amt in jüngere Hände zu legen. "Ich war gerne Vorsitzende der EBG", sagte Stumpf-Maroska. Sie habe mit ihrem Team viel bewegt und könne ein gut bestelltes Haus übergeben. Im vergangenen Jahr fand im März der politische Austausch sowie im Juli die Afterworkparty statt.

Aus der Fraktion berichtete der Fraktionsvorsitzende Bernd Meyer. Er griff dabei vier Themen auf. Das Erste war die abnehmende Zahl der Flüchtlinge, die momentan bei 77 Personen in der Gesamtstadt liege. Hinsichtlich des Klimaschutzes sei der Antrag auf höhere Energieeffizienz der Häuser, die im Modellstadtteil "Kenzinger Pfad" entstehen sollen, nicht durchgegangen. Nur knapp entgegen der Empfehlung der EBG ist das Ergebnis des Bürgerentscheids zu den Gewerbeflächen ausgefallen. Zuletzt gab Meyer einen kurzen Überblick über den Stand des Gemeindeentwicklungskonzepts, zu dem bereits in Amoltern und Kiechlinsbergen die Bürgerwerkstatt stattfand.

Im Dezember soll der Finanzhaushalt der Stadt Endingen verabschiedet werden, der 4,2 Millionen Euro umfassen soll, berichtete die Finanzsprecherin der Fraktion, Hannelore Hirtler. Geplante Projekte seien beispielsweise der Bau des Kindergartens "3. Strecke", die Planung des Umbaus der Schule oder der Umbau Kindergarten/Gemeindezentrum Amoltern. Der Wunsch nach der Sanierung der Außensportanlage sowie einem Außenanstrich des Kornhauses werde die EBG-Fraktion in die Haushaltsdebatte mit einbringen. Die von Richard Kwieczinsky und Egon Bury geprüfte Kasse des Kassenwarts Ernst Fuchs schloss im Plus. Die Versammlung bestätigte Fuchs im Amt. Der Kreis der Beisitzer wurde auf fünf erweitert: Neben dem bisherigen Vize Karlheinz Albrecht wählte man Bettina Stumpf-Maroska, Bernd Meyer, Christoph Leon und Nico Karschewski.

Autor: Christiane Franz