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18. August 2012

Erste-Hilfe-Kenntnisse retten Leben

Nicht nur auf abgelegenen Höfen ist medizinisches Wissen entscheidend / DRK bietet Kurse an.

FREIAMT (piz). Dieses Wetter ist nichts für Herz-Kreislaufpatienten. Aber man kann es sich nicht aussuchen, und selbst bei angenehmen Temperaturen gibt es medizinische Notfälle. Dann können Erste Hilfe-Kenntnisse lebensrettend sein, wie sich jüngst bei einer 76-jährigen Seniorin auf einen abgelegenen Hof am Ende der Schillingerbergstraße zeigte. Darüber berichtete DRK-Bereitschaftsleiter Heino Wolfsperger aus Freiamt, der Badischen Zeitung.

Die Seniorin, so erzählt der Erste-Hilfe-Fachmann, hatte einen Herzstillstand erlitten. Die Schwiegertochter alarmierte sofort den Sohn und zwei Enkel, die in der Nähe waren; beide sind in der Feuerwehr aktiv, sie begannen sofort mit der Reanimation und riefen den Rettungsdienst. Die Leitstelle in Emmendingen schickte einen Rettungswagen, die "Helfer vor Ort", eine speziell ausgebildete Gruppe des DRK-Ortsvereins und den Rettungshubschrauber als Notarztzubringer und die Angehörigen riefen noch die die Hausärztin.

Einer der Helfer vor Ort arbeitete gerade im Wald in der Nähe. Er hatte keinen Dienst, aber sein Piepser war aktiv und er bekam den Notruf mit. Er eilte zur Einsatzstelle. Eine diensthabende Helferin war in Reichenbach und schnell vor Ort, der zweite Diensthabende fuhr aus Ottoschwanden an. Bereits nach zehn Minuten war er an der Einsatzstelle, zugleich mit der Hausärztin. Erst danach kamen Rettungswagen und Hubschrauber. Der Enkel und der Sohn hatten bereits mit der Mund-zu-Mund-Beatmung und der Herzmassage begonnen, bis die "First Responder" (Helfer vor Ort) eintrafen.

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Die Patientin wurde erfolgreich wiederbelebt und nach Freiburg geflogen, sie kam in Reha und hat nach Wolfspergers Informationen keine gesundheitlichen Schäden davon getragen. Das ist das allerschönste Geschenk für alle! Wahrscheinlich hat die Mutter und Großmutter, dank ihrer Angehörigen, die beide in Sachen "Erster-Hilfe", fit waren, überlebt.

Die "Helfer vor Ort" in Freiamt werden mittlerweile bis zu 30 Mal im Jahr alarmiert. Im Schnitt, so Bereitschaftsleiter Wolfsperger, sind sie acht Minuten vor den Rettungsdienst an der Einsatzstelle. Derzeit gibt es in Freiamt 21 Helferinnen und Helfer, zehn davon sind der harte Kern. Deshalb sucht das DRK Freiamt dringend Verstärkung, vor allem solche, die an Werktagen vor Ort sind.

In diesem Zusammenhang weist DRK-Bereitschaftsleiter Wolfsperger daraufhin, dass es für alle Familien lebenswichtig sei, das einzelne Familienmitglieder Kenntnisse über Erste Hilfe haben sollten, um im Notfall gleich eingreifen zu können. Das DRK Emmendingen und auch Freiamt bietet in dieser Richtung ständig Kurse an.

Autor: piz