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15. November 2017

Ettenheimer Grundschüler begegnen Buchautoren

Die Stadtbücherei Ettenheim hat sich am landesweiten Literatur-Lese-Fest beteiligt und die Kinder dazu eingeladen.

ETTENHEIM (BZ). Seit 20 Jahren schon ist die Maus Frederick aus dem gleichnamigen Kinderbilderbuch von Leo Lionni die Namenspatronin für das landesweite Literatur-Lese-Fest, dem Frederick-Tag. Auch die Stadtbücherei Ettenheim hat sich an der Aktion beteiligt und Grundschüler zu Autorenbegegnungen eingeladen. Es kamen rund 200 Kinder der zweiten, dritten und vierten Grundschulklassen des BIZ in das Haus der Vereine.

Den Anfang machten der Autor Jochen Till aus Frankfurt und die zweiten Klassen. Obwohl erst acht Uhr morgens, keine Anzeichen von Müdigkeit, heißt es im Pressebericht. Nach einer ersten Geschichte vom Ritter Rocko war nun wirklich auch der Letzte hellwach. In der Lesepause war Zeit für Fragen: Warum hast du so eine witzige Frisur? "Bin absoluter Fan von Tim und Struppi." Wieso schreibst du keine Comics? "Das Zeichnen der vielen Bilder dauert mir zu lange." Wieso hast du einen Vorleser mitgebracht? "Weil ich gut Bücher schreiben kann, aber nicht gut vorlesen."

Fast regungslos saßen die Viertklässler auf ihren Stühlen, als Nina Weger aus Hannover sie mit ihrem Buch "Helden wie Opa und ich" fesselte. Nick ist neun und so ziemlich der normalste Junge, den man sich vorstellen kann. Das Einzige, was nicht an ihm normal ist, ist seine Familie. Den Kindern bekannte Alltagsbegebenheiten und menschliche Verhaltensweisen werden in den Büchern von Nina Weger mit tiefgehender Beobachtungsgabe und skurrilem Witz zu aufregenden Abenteuern.

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Zum Abschluss des Frederick-Tags wurde es dann noch mal richtig laut und lebhaft in der Stadtbücherei. Matthias von Bornstädt war aus Berlin gekommen, um den Drittklässlern seine neue Reihe "Die drei Magier" vorzustellen. Allerdings las Matthias von Bornstädt nicht einfach vor. Er spielte die Geschichte förmlich in der Art eines Erzähltheaters vor und verstand es, die Kinder spielerisch mit einzubinden. Und die Kinder lebten förmlich mit: Sie trampelten, wenn Donner angesagt war, um die magische Tür zu öffnen, und unterstützen ihre schauspielernden Mitschülerinnen und Mitschüler beim magischen Fliegen. Sie feuerten lautstark beim Kampf der Magier an und kreischten, dass es bis zur Schule zuhören war, wenn Matthias von Bornstädt sich mit einfachen Mitteln als unheimlicher Baum oder böser Zauberer verkleidete.

Autor: bz