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25. Mai 2010
Fertigstellung zu den Weintagen
Winzergenossenschaft feiert Richtfest für die Probierstube.
ETTENHEIM-MÜNCHWEIER. Bis zu den Weintagen in der ersten Septemberwoche soll die neue Weinprobierstube der Winzergenossenschaft Münchweier-Wallburg-Schmieheim genutzt werden können. Am Freitag ist schon einmal Richtfest gefeiert worden nach Fertigstellung des Rohbaues, der östlich an das Winzerhaus, am Ortseingang von Münchweier angebaut worden ist.
Der Vorsitzende der Winzergenossenschaft, Klaus Rösch, begrüßte zahlreiche Gäste, die das Ereignis mitfeiern wollten. Die Ortsvorsteherin Charlotte Götz, Vertreter der beteiligten Firmen, Architekt Thorsten Rössler aus Schmieheim sowie Winzerinnen und Winzer machten sich schon einmal ein Bild von der neuen Stube. Klaus Rösch zeigte sich zufrieden über den Baufortschritt, ging aber noch einmal auf die eigentliche Ursache des Vorhabens ein. Der unfreiwillige Abschied aus dem Schmieheimer Schlosskeller als Probierstube schmerzt offensichtlich immer noch ein wenig. Spätestens bei der Inbetriebnahme des neuen Raumes soll aber das Thema Schlosskeller erledigt sein.Jetzt passe alles zusammen, denn alles sei nun kompakt beieinander, sagte Rösch, und sieht deshalb den Standort als wesentlichen Vorteil. Die Traubenannahmestelle, das Weinlager und die Weinprobierstube sind künftig an einem Ort, und von diesem könne man zu Fuß sogar über den Weinlehrpfad wandern.
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Die Probierstube bietet Platz für etwa 100 Personen. Neben einem Behinderten-WC wurde auch eine Küche eingeplant. Den Kostenrahmen von 100 000 Euro werde man wohl überschreiten, weil der felsige Untergrund zusätzliche Arbeiten und eine Betonbodenplatte erforderlich machten, stellte der Vorsitzende fest. Ortsvorsteherin Charlotte Götz gratulierte der WG, dass sie diesen konsequenten Schritt mit einer neuen Probierstube gegangen sei und zeigte sich überzeugt, dass der Raum angenommen werde.
Tradition und fester Bestandteil des Aufschlagfestes ist der Richtspruch. Als erster Schmuck des neuen Hauses und als sichtbares Zeichen für die gelungene Arbeit dient der geschmückte Richtbaum. Zwei junge Azubi-Zimmermänner der Zimmerei Hug aus Münchweier, Max Studer und Amadeus Oestreich-Subat, bestiegen dann das Dach um den Handwerkern und Architekten Lob für das gelungene Werk auszusprechen. Zuvor vergewisserte sich Leo Enderle bei den Zimmerleuten: "Roter oder Wisser?" "Wisser" war die spontane Antwort.
"Nein, der Bauherr denket heute unseres Diensts mit vielem Dank, und wir dürfen – merkt’s ihr Leut’ – jetzt nicht sparen seinen Trank." Im hohen Bogen flogen die leeren Gläser vom Dach, damit die Scherben dem Bauherrn und dem gebäude Glück bringen sollen.
Rösch lud die Gäste noch zu einem Umtrunk ein. "Der Wein geht uns nicht aus, das Weinlager ist im Haus und gut gefüllt", scherzte der WG-Vorsitzende Klaus Rösch.
Autor: Adelbert Mutz
