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08. August 2009

"Kein traditionelles Weinfest, eine Weinparty eben"

BZ-INTERVIEW mit Michael Weber, der gemeinsam mit Florian Isele und Andreas Bieselin die Weinparty veranstaltet.

  1. Schon in Partylaune: die drei Jungwinzer Florian Isele, Michael Weber und Andreas Bieselin (von links). Foto: Privat

ETTENHEIM. Eine Mischung aus Verkostung, Gourmetfestival und Weinparty wollen die Jungwinzer der Weingüter BiAn (Andreas Bieselin), Isele (Florian Isele) und Weber (Michael Weber) bei der Ettenheimer Weinparty heute Abend auf dem Rathausplatz bieten – inzwischen schon zum dritten Mal. BZ-Redakteur Klaus Fischer wollte von Michael Weber wissen, was es mit dem Weinfest der etwas anderen Art auf sich hat und wieso die Jungwinzer das Image "die jungen Wilden" pflegen.

BZ: Im vergangenen Jahr war nix mit Weinparty der Jungwinzer. Man musste schon fürchten, euch dreien wäre der Spaß an der Veranstaltung abhanden ekommen.

Michael Weber: Natürlich nicht, keine bange. Wir waren uns nur von Anfang einig, dass wir die Präsentation unserer Weine auf dem Platz vor dem Rathaus machen wollen – und zwar immer. Da im vergangenen Jahr aber der Rathausvorplatz wegen des Umbaus noch Baustelle und der Rohanhof durch Container blockiert war, haben wir die Weinparty ausnahmsweise ausfallen lassen müssen. Schön aber, dass man unsere Veranstaltung schon vermisst hat. Wir präsentieren sie in diesem Jahr ja erst zum dritten Mal.

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BZ: Das Konzept ist ja für die Region so ziemlich einmalig.

Weber: Na ja, wie einmalig es in der Region ist, weiß ich nicht. Auf jeden Fall wollten wir mit unserem Konzept in die Weinstadt Ettenheim ein Weinfest bringen, dass nichts mit den bisher hier bekannten Festen mit Weinlauben und Blasmusik zu tun hat. Wir wollten Party-Stimmung mit Musik, die auch zu unserer Generation passt, aber auch mit anspruchsvoller Gastronomie, für die wir drei ja auch bevorzugt unsere Weine machen. Zu einer Party im Sommer und unter freien Himmel gehört aber noch mehr, weshalb wir auch eine Cocktailbar anbieten. Für die gute Stimmung haben wir also den Rahmen geschaffen, alles andere kommt auf die Leute an, die kommen.

BZ: Welche Weine werden Sie den vorstellen?

Weber: Die Sommerweine und Secco werden bei der Witterung natürlich am ehesten getrunken. Jeder wird so seine Spezialitäten in die Gläser füllen. Übrigens: Auch mit den Gläsern haben wir uns etwas Besonderes einfallen lassen. Die findet man auch nicht auf jedem Weinfest.

BZ: Sie wollen also ein eher jüngeres Publikum ansprechen?

Weber: So kann man das nicht sagen. Jede Generation und jeder Weintrinker ist eingeladen. Wir freuen uns über den Zwanziger ebenso wie über den Siebziger. Natürlich ist die Musik vielleicht eher auf ein jüngeres Publikum abgestimmt. Aber wir alle drei fühlen uns auch der Tradition verpflichtet und bieten Weine für jede Generation an.

BZ: In diesem Jahr haben Sie erstmals auch Sponsoren im Boot.

Weber: Ja. Es ist uns offenbar gelungen, mit den ersten beiden Weinpartys einige Unternehmer zu überzeugen, dass es sich durchaus lohnt in diesem Umfeld, das wir anbieten, auch sich zu präsentieren. Darüber sind wir natürlich alle drei sehr glücklich und auch ein bisschen stolz. Zu unserem Glück fehlt jetzt eigentlich nur noch eine laue Sommernacht und viele nette Menschen, die einen netten Abend mitten in der Stadt verbringen wollen.

Ettenheimer Weinparty: Samstag, 8. August, ab 18 Uhr am Rathausplatz. Musik von Steven Bailey.


Weitere Informationen unter http://www.ettenheimer-weinparty.de

Autor: fi