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09. April 2015 16:37 Uhr

Eröffnung von Krämer-Megastore

Neues Eldorado für Reitsportfans in Ettenheim

Im Gewerbegebiet Dyn A5 an der Autobahnausfahrt Ettenheim hat die Firma Krämer-Pferdesport einen neuen Megastore mit Reitsportartikeln eröffnet.

  1. Die zwölfjährige Ponystute aus Rust verschmähte den Bund Karotten nicht und trennte mit einem Biss das blaue Band zur Eröffnung von Krämer-Pferdesport auf Dyn A 5 durch. Foto: Olaf Michel (Bilder-Michel.de)

ETTENHEIM/MAHLBERG. Plötzlich standen Chloe Raute und Ponystute Bella im Mittelpunkt. Die neunjährige Chloe aus Rust ist Besitzerin der zwölfjährigen Stute, die aus einer Zucht in Kanada stammt. Mit einem Bund Karotten hatten die Mitarbeiter von Krämer-Pferdesport das blaue Band für Bella schmackhafter gemacht, sodass die Stute mit einem kräftigen Biss und einem Ruck das Teil durchtrennte. Damit war der neueste Mega-Store von Krämer-Reitsport auf dem Industriegebiet Dyn A 5 eröffnet worden.

"Diese kleine Zeremonie hat bei uns Tradition. So eröffnen wir jeden Mega-Store", erklärte Frank Schmeckenbecher, Chef des Familienunternehmens Krämer-Reitsport (siehe Infobox) am Rande der kurzgehaltenen Eröffnungsfeier mit den beiden Bundestagsabgeordneten Peter Weiß (CDU) und Johannes Fechner (SPD), Kommunalpolitikern aus der Region sowie Vertretern des Reitsportverbands unter den geladenen Gästen. Auch jede Menge Kunden, eine große Zahl aus dem Elsass, scharrten bereits mit den Hufen, den typischen Waben-Holzbau zu stürmen. Der Renner unter den Eröffnungsangeboten schien dann ein Kräuter-Müsli-Mix zu sein, der in den Stunden nach der Band-Zeremonie sackweise in den Autos verstaut wurde.

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Bevor Hundertschaften von Pferdesportfreunden den Mega-Store in Nachbarschaft zu Caravan-Ernst stürmten, stieß Frank Schmeckerbecher auf die Eröffnung des 25. Großmarktes von Krämer-Reitsport an. Vor zwölf Jahren habe das Familienunternehmen sein Portfolio erweitert und begonnen, den reinen Versandhandel um Großmärkte unter eigener Regie zu erweitern. Dabei habe man von Anfang an auch auf eine typische und unverwechselbare Architektur geachtet. Krämer Mega-Stores sollen schon von weitem als solche erkannt werden, erklärte Schmeckenbecher.

Mit dem Standort Ettenheim besetze das Unternehmen nunmehr einen weißen Fleck auf seiner Deutschlandkarte. Die kaufkräftigen Kunden aus dem südbadischen Raum hätten bisher in die Firmenzentrale nach Hockenheim fahren müssen. "Ettenheim ist für uns deshalb ein idealer Standort. Er bedient die südbadischen Kundschaft und zugleich auch unsere Kunden im Elsass. Und Ettenheim ist weit genug von der Schweizer Grenze. Dort vertreiben wir unsere Produkte über ein Schweizer Tochterunternehmen, zu dem wir so keine Konkurrenz schaffen," erklärte Schmeckenbecher. Zudem sei der Standort direkt an der Autobahn auch deshalb attraktiv, weil der markante Bau von Tausenden von Autofahrern jeden Tag wahrgenommen werde. Schmeckenbecher: "Das spart teure Marketing- und Werbeaktionen." Und der Markt ist ein wachsender, betonte Gerhard Ziegler, Präsident des baden-württembergischen Reitsportverbands in einem Grußwort. 1,1 Millionen Pferde seien in Deutschland gemeldet und 1,7 Millionen Reiter würden den Sport ausüben. Vor diesem Hintergrund wundert es nicht, dass Frank Schmeckenbecher sein Unternehmen weiterhin auf Expansionskurs sieht. Noch in diesem Jahr sollen zwei weitere Mega-Stores – im Saarland und in Sachsen – eröffnet werden, für drei weitere liegen bereits die Baugenehmigungen vor. Schmeckenbecher: "Jedes Jahr drei neue Mega-Stores, das ist für die nahe Zukunft unsere hausinterne Vorgabe."

Autobahn und Grenznähe machen Standort attraktiv

Dass das Industriegebiet Dyn A 5 hierbei in den Fokus des Hockenheimer Familienunternehmens geriet, sei ein "Glücksfall für Dyn A 5", erklärte Ettenheims Bürgermeister Bruno Metz, zugleich Vorsitzender des gemeinsam mit Mahlberg gebildeten Zweckverbandes Dyn A 5; der Großmarkt steht auf Orschweierer Gemarkung. Krämer sei das nunmehr 18. Unternehmen, das sich auf dem Areal angesiedelt habe. Mehr als 200 Arbeitsplätze seien so auf Dyn A 5 entstanden. Den ersten Kontakt zwischen Zweckverband und Unternehmerfamilie habe es vor mehr als vier Jahren gegeben. Aber erst nach intensiven Gesprächen mit dem Regierungspräsidium und dem Regionalverband, in denen es um Beschränkungen für Niederlassungen von Großhandelsunternehmen auf der Fläche gegangen sei, habe es grünes Licht für das Vorhaben geben können. Im Oktober 2013 waren Unternehmen und Zweckverband dann an die Öffentlichkeit gegangen. Metz: "Die Geduld hat sich für beide gelohnt. Sie haben den besten Standort zwischen Karlsruhe und Basel gewählt."

Autor: Klaus Fischer