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09. Juli 2013 21:23 Uhr

Erweiterung in der Ortenau

Europa-Park plant Wasserwelt – Start noch offen

Will der Europa-Park schon 2016 einen 40 Hektar großen Wasserpark eröffnen? Ein entsprechender Bericht der "Zeit" hat in Südbaden für Aufsehen gesorgt. Doch ganz so schnell wird es wohl doch nicht gehen.

  1. Große Pläne hat der Europa-Park in der Ortenau – nicht nur für kleine Gäste. Foto: dpa

Die Pressestelle des Europa-Parks hat derzeit alle Hände voll zu tun, die Erwartungen zu bremsen. Die Wochenzeitung Die Zeit hatte gemeldet, dass die konkreten Vorplanungen bereits 2014 beginnen sollen und die Eröffnung für 2016 geplant sei. Tatsächlich wird derzeit im Europa-Park, so wird bestätigt, an den Plänen intensiver gearbeitet als noch vor Jahren. "Für uns ist der Wasserpark ein großer Schritt und eine große Investition", sagte Sprecher Dominik Seitz der Badischen Zeitung.

Konkurrenz für das Badeparadies am Titisee?

Doch ganz schon schnell wird es nicht gehen. "Der Eröffnungstermin 2016 wäre für uns schön, aber wir haben die Sache selbst nicht in der Hand. Daher wollen wir uns zum jetzigen Zeitpunkt nicht auf eine konkrete Jahreszahl festlegen", so Seitz weiter. Auch werde das Areal zu Beginn nicht vollständig bebaut sein. Genaue Pläne oder weitere Details für den Wasserpark gäbe es noch nicht. Alles sei immer noch in einer recht unkonkreten Phase.

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Baden oder Fahrgeschäfte? Auch diese Frage beantwortet der Park derzeit noch nicht. Nicht ausgeschlossen also, dass das Badeparadies in Titisee-Neustadt in einiger Zeit starke Konkurrenz bekommt. Die Rede ist jedenfalls von vielen wetterunabhängigen Attraktionen die Rede.

Gesprochen wird über das Ruster Projekt Wasserpark seit etwa zehn Jahren, wobei Parkchef Roland Mack stets von einer Kombination aus Hallen- und Freibad gesprochen hat. Entsprechend diesen Überlegungen des Europa-Parks weist die Landesplanung seit 2003 zwischen Rust und der Autobahn bei Ringsheim einen "regional bedeutsamen Schwerpunkt für Freizeit und Tourismus" aus.

Gelände muss noch erschlossen werden

Allerdings müsste dieses Gelände östlich des heutigen Parks von den beiden Gemeinden noch erschlossen werden. So gibt es dort bislang nicht einmal Wasser- und Abwasserleitungen. Auch naturschutzrechtliche Fragen sind nicht abschließend untersucht worden – Gutachten für den Bereich stehen noch aus.

An der Vision eines großen Wasserparks besteht aber kein Zweifel, zumal sie zur großen Bettenkapazität rund um den Europa-Park passt. Auch die bis zu 800.000 zusätzlichen Besucher pro Jahr, über die in Veröffentlichungen spekuliert wird, scheinen auf lange Sicht nicht unrealistisch. Was aber genau auf Anwohner und Besucher zukommt, ist noch unklar.

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Autor: Oliver Huber