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21. März 2017

Ein Mutmacher für Schlusslicht Grafenhausen

SV St. Märgen hält in Unterzahl gegen FC Neustadt II lange mit.

FUSSBALL (zwi). Mit einem 4:0-Sieg in die Frühjahrsrunde starten, das tut gut und gibt Selbstvertrauen – ganz besonders einem Tabellenletzten. Mit einem solchen Auftakt hatte der SV Grafenhausen nicht gerechnet, sagt Trainer Roberto Wenzler, "das war sehr gut". Gegen den SV Hinterzarten, beim Anpfiff Viertletzter der Bezirksliga, habe seine Mannschaft das umgesetzt, was man immer wieder trainiert habe: in der Abwehr gut zu stehen. In der ersten Halbzeit hielt der neue Torwart Philipp Johnston laut Wenzler zweimal sehr gut und seine Vorderleute hätten "keine einfachen Fehler gemacht", wie sie zuvor oft bestraft worden waren. Hinten hätten die Grafenhausener also "wenig zugelassen" und vorne ihre Chancen genutzt. Dass der zweite Saisonsieg so hoch ausfiel, sei "ein schönes Gefühl", sagt Wenzler – doch sei seine Mannschaft "nicht um vier Tore besser" gewesen als die Hinterzartener. Sehr zufrieden ist er über das "erste Zu-null-Spiel seit ewig" und dass die Elf über die gesamte Spieldauer nicht abgebaut habe, mache Mut für die kommenden Aufgaben. Gleich die nächste hat’s in sich: Beim Tabellendritten in Hochemmingen könne man nur mit 100 Prozent Einsatz bestehen. Der Auftaktsieg "war nur ein ganz kleiner Schritt", weiß Wenzler.

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Ein 1:4 ist üblicherweise kein Ergebnis, das der unterlegenen Mannschaft Mut macht. Doch Udo Moser, der Trainer des SV St. Märgen, konnte dem, was das Schlusslicht des A-Kreisligisten gegen den FC Neustadt II gezeigt hatte, auch Positives abgewinnen: "Wir haben eine gute Leistung abgeliefert." Mit dem Treffer von SV-Torjäger Marco Faller zur frühen Führung in der elften Spielminute ließ sich die Partie gegen den Tabellenfünften ja auch gut an für die Heimelf. Doch im Gegenzug starteten die Neustädter einen Konter, den der rechte Verteidiger der St. Märgener im Strafraum mit einen Foul stoppte. Weil der einige Minuten zuvor schon Gelb gesehen hatte, gab’s nun zusätzlich zum Strafstoß noch die Ampelkarte für den Außenverteidiger. Jonas Feser verwandelte den Elfmeter zum 1:1 (13.). In Unterzahl habe seine Mannschaft "sehr gut mitgehalten", lobt Moser. Doch knapp 20 Minuten nach dem Ausgleich erwischte Torwart Waldvogel den ballführenden Neustädter beim Herauslaufen am Bein. Er sah für das "klare Foul" (Moser) die Gelbe Karte und Niclas Rosenstiel brachte die FCN-Reserve mit dem zweiten Strafstoß in Führung. Der Tabellenletzte gab nicht auf, sondern spielte etwas offensiver auf Ausgleich. Das gelang nicht, stattdessen trafen die Gäste in der Endphase noch zweimal. Doch sein Team habe "kräftemäßig dagegenhalten können", sagt Moser. Und das "in Notbesetzung" ohne vier Stammspieler. Wenn der SV so weitermache, "sind Punkte drin".

Autor: zwi