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21. April 2017

Basler Meisterfeier schon am Sonntag?

FCB kann zum achten Mal in Folge Schweizer Fußballchampion werden – diesmal jedoch auf der Couch / Samstag zuhause gegen Vaduz.

  1. Die Basler Innenstadt als Partyzone Foto: Meinrad Schön

FUSSBALL (BZ). Es gibt Clubs, bei denen sorgt allein die tägliche sportliche Brisanz für ausreichend Gesprächsstoff. In derlei Verdacht gerät der FC Basel kaum. Während der Schweizer Fußballdominator in der Super League sein eigener Antreiber ist und nach neuen Rekorden strebt, steht vielmehr die Suche nach einem neuen Trainer im allgemeinen Fokus.

In der Favoritenrolle, den Amtsinhaber Urs Fischer zu beerben, soll Thorsten Fink (FK Austria Wien) sein. Der 49-Jährige, bereits von 2009 bis 2011 Coach der Beppi, wäre ein weiterer Rückkehrer, nachdem bereits Remo Gaugler den Weg zurück ans Rheinknie gefunden hat; er ergänzt bekanntlich ab der neuen Saison die sportliche Leitung als Kaderplaner.

Bei all den personellen Weichenstellungen rund um ein zukunftsfähiges Konzepten erscheint die vereinseigene Homepage marginal. Doch erfuhr die Basler Webseite am Donnerstag eine Auffrischung. Nicht nur an der Optik ließ der FCB feilen, sondern auch am Inhalt. So ist die Clubgeschichte "ein weiterer Punkt, der schon lange in Bearbeitung war und nun fertiggestellt werden konnte". Gut möglich, dass in der Vereinschronik am Wochenende ein weiterer Meilenstein hinzukommt: der 20. Meistertitel. Denn nach dem 29. Spieltag könnte der Basler Titelgewinn – der achte in Folge – feststehen. So früh wie nie würde der FCB zu Meisterehren kommen, sieben Spieltage vor Rundenende. Die bisherige Bestmarke (31. Spieltag) stammt aus den Jahren 2012 und 2016.

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Indes: Seitdem die Beppi am 24. April 2002 ihre Sehnsucht nach dem ersten Meistertitel nach 22 Jahren stillen konnten, hatten sie elf Mal selbst die Sektkorken knallen lassen. Heuer aber könnte die Basler die Erhebung zum Meister auf der Couch ereilen. Besiegt der FCB am Samstag das Schlusslicht FC Vaduz, richtet sich am Sonntag der Blick auf den Tabellenzweiten Bern. Gewinnen die Young Boys nicht gegen den FC Lugano, dann steht gegen 15.30 Uhr fest: Der FC Basel ist Schweizer Meister.

Das dürfte eine spontane Feier in der Innenstadt zur Folge haben – dann jedoch ohne den FCB. Der habe nach Rücksprache "mit Vertretern von Fans und Anhängern entschieden, dass die Mannschaft an einem spielfreien Tag nicht öffentlich auftritt", teilte der Club am Donnerstag mit. Den Titel zu bejubeln, ohne selbst gespielt zu haben – dies sei nicht der richtige Rahmen für eine spontane Feier des 20. Meistertitels. Das gilt auch für den Fall eines späteren Titelgewinns auf der Couch. Dafür ist am Pfingstsamstag, 3. Juni, eine offizielle rotblaue Meisterfeier in der Basler Innenstadt geplant.

Autor: bz