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20. Juni 2012 10:25 Uhr

Ukraine – England

Fehler des Torrichters erhitzt die Gemüter - Rückschlag für UEFA

Ausgerechnet der Gastgeber, ausgerechnet der Torrichter. Eine fatale Fehlentscheidung des zusätzlichen Schiedsrichter-Assistenten hat den EM-Gastgeber Ukraine um ein mögliches Viertelfinale gebracht. Auch für die UEFA ein herber Rückschlag.

Oleg Blochin tobte an der Seitenlinie und schrie wild gestikulierend auf den vierten Offiziellen ein. Andrej Schewtschenko rannte nach dem Schlusspfiff auf den ungarischen Torrichter und anschließend auf Schiedsrichter Viktor Kassai zu (Fotos). "Wir waren besser, wir hatten die besseren Chancen", schimpfte Blochin. "Die Schiedsrichter haben uns ein Tor gestohlen, das war ein klarer Treffer."

Nach den Polen ist auch der zweite Gastgeber der ersten Fußball-Europameisterschaft im ehemaligen Ostblock schon nach der Vorrunde gescheitert. Was die Gemüter der Ukrainer so erregte, war eine Szene nach gut einer Stunde Spielzeit und eine fatale Fehlentscheidung der zuvor noch so gepriesenen Torrichter.

"Die Schiedsrichter haben uns ein Tor gestohlen, das war ein klarer Treffer." Oleg Blochin

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Es lief die 62. Minute an diesem denkwürdigen Abend in der Donbass Arena in Donezk. Ein Schuss des ukrainischen Angreifers Marko Devic senkte sich über Englands Torwart Joe Hart hinab. Der Ball überquerte knapp, aber doch deutlich für alle Fernsehkameras sichtbar die Linie, bevor ihn Englands Routinier John Terry wieder ins Feld beförderte.

Was alle TV-Kameras einfingen, was alle Menschen im Stadion später zu sehen bekamen und was als die Fehlentscheidung dieser EM-Vorrunde in die Rückblicke eingehen wird, hatte der Torrichter nicht erkannt. "Das ist eine Tatsachenentscheidung", meinte Hart nur gleichsam lapidar wie erleichtert. Das Spiel lief weiter, die Ukraine war um den verdienten Ausgleich gebracht - und musste sich am Ende nach dem 0:1 durch das Tor von Wayne Rooney von dieser EM verabschieden.

Für die Turnierstimmung ein herber Verlust, für die Europäische Fußball-Union ein schwerer Rückschlag. Bis zu diesem letzten Vorrunden-Spieltag hatten sie in der UEFA von Schiedsrichterchef Pierluigi Collina bis zu Präsident Michel Platini noch alle das erstmals bei einer großen Veranstaltung getestete System mit den sogenannten additional assistant referees gepriesen.

"Das ist das Turnier mit den besten Schiedsrichterleistungen bisher", hatte Platini noch am Montag in seiner Vorrundenbilanz gesagt und seine Kritik an der von der FIFA favorisierten Torlinientechnologie erneuert. "Man braucht solche Systeme nicht, Technik, Satellit, GPS oder Chip im Ball", hatte der Franzose betont und gesagt, dass das legendäre nicht-gegebene Tor von Frank Lampard im Spiel gegen Deutschland bei der WM 2010 in Südafrika mit einem Torrichter auf alle Fälle erkannt worden wäre. "Weil es sein Job ist, zu sehen, ob der Ball hinter der Linie ist", sagte Platini.

Nur einen Tag später sollte ihn diese Aussage einholen. Denn beim ukrainischen Torklau tauchte wieder die Frage auf, warum es bei der Euro Torrichter gibt, wenn diese trotz bester Sicht auf das Geschehen in kritischen Momenten versagen.

So wie übrigens auch der deutsche Torrichter Florian Meyer beim ausgebliebenen Elfmeterpfiff von Wolfgang Stark nach dem Foul von Sergio Ramos an Mario Mandzukic im Spiel Spanien gegen Kroatien. "Der Treffer hätte das Spiel verändert", klagte Ukraines Superstar Andrej Schewtschenko nach dem Torklau von Donezk, "ich denke nicht, dass es Diebstahl war, aber ich verstehe nicht, warum wir keine Technologie benutzen."

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Autor: dpa


23 Kommentare

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Egon Mayer

Registriert seit: 30.06.2010

Kommentare: 1485

20. Juni 2012 - 08:57 Uhr

Da hat jemand während des ganzen Spiels nur die eine Aufgabe, darauf zu achten, ob der Ball hinter der Linie war. Und versagt. Was sagt das über den Zusatznutzen durch diese Torlinienschiedsrichter aus?

Allerdings muss man dazu sagen, dass Devic beim Zuspiel im Abseits stand. Insofern eine doppelte Fehlleistung des Schiedsrichterteams. Dass der eine Fehler durch den anderen aufgehoben wurde, macht es aber nicht besser und führt Platinis Aussage "das ist das Turnier mit den besten Schiedsrichterleistungen bisher" ad absurdum.

Wenngleich die Schiedsrichterleistungen insgesamt wirklich besser sind als in den vorangegangenen Turnieren, das muss auch festgehalten werden!

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Martin Roller

Registriert seit: 18.02.2012

Kommentare: 160

20. Juni 2012 - 09:27 Uhr

Wann endlich sehen die alten Männer der UEFA (und der FIFA) endlich ein, daß es sich beim Fußball um einen schnellen, athletischen Sport geht, in dem der Mensch alleine als Schiedsrichter überfordert ist! Es wird allerhöchste Zeit, daß im Fußball moderne Technik zum Einsatz kommt! Die (blinden) Tor-Richter könnte man sich sparen, wenn der Videobeweis zulässig wäre und der 4. Offizielle darauf zurückgreifen könnte.
Sicher hätte der Ukraine auch ein 1:1 nicht zum Weiterkommen gereicht, aber so bleibt halt nicht nur ein "Geschmäckle" zurück.
Übrigens Herr Mayer, Devic war im Moment des Abspiels nicht im Abseits! Er stand wohl einige Sekunden zuvor noch klar im Abseits, bevor sich die Abwehr nach hinten orrientierte. Als das Zuspiel dann kam, war das Abseits bereits wieder aufgehoben! (Videobeweis auf http://www.youtube.com/watch?v=9JtNRU4LpDM )

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Kai Fischer  

Kai Fischer

Registriert seit: 17.09.2009

Kommentare: 1186

20. Juni 2012 - 09:36 Uhr

Die Süddeutsche bringt zum Thema diesen bedenkenswerten Kommentar:

http://www.sueddeutsche.de/sport/fehlentscheidungen-bei-der-em-und-der-torrichter-tat-nichts-1.1387621

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Sebastian Meyer

Registriert seit: 22.02.2010

Kommentare: 560

20. Juni 2012 - 09:44 Uhr

Herr Roller:

Ich gebe Ihnen grundsätzlich Recht, dass moderne Mittel unbedingt zum Einsatz kommen müssen, wie das auch in anderen hochbezahlten Sportarten wie Eishockey oder Tennis der Fall ist. Mir persönlich würde sogar der "Chip im Ball" schon ausreichen.

In einer Sache haben Sie aber unrecht. Es war abseits. Trotzdem spielt das keine Rolle, den wie Herr Mayer schon richtig gesagt hat, darf ein Fehler den anderen nicht aufheben.

Weiter stimme ich Herrn Mayer in der Aussage zu, dass der Herr "Torschiedsrichter" nichts anderen zu tun hat als den Strafraum bzw. die Torlinie zu beobachten. Und genau das hat er nicht gemacht. Das ist ein extrem schwerer Fehler. Normalerweise, dürfte er nie wieder mit Fußball was zu tun haben. Denn genau dafür wurde er von der UEFA angestellt und hat kläglich versagt.

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Johannes Allgaier

Registriert seit: 11.06.2010

Kommentare: 134

20. Juni 2012 - 10:09 Uhr

@Herr Mayer und Hr. Roller
Alleine Ihre Diskussion zeigt aber auch die Problematik des Videobeweises:
1. Welche Situationen wollen Sie denn durch Videobeweis geklärt wissen?
Nur die Torentscheidung oder bereits das Abseits davor?
Jede strittige Situation? Dann leidet mit Sicherheit der Spielfluß.
2. Wir haben jetzt alle die Abseitssituation so oft gesehen und trotzdem gibt es zwischen Ihnen beiden unterschiedliche Meinungen.
Wer sollte jetzt Recht bekommen?

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Egon Mayer

Registriert seit: 30.06.2010

Kommentare: 1485

20. Juni 2012 - 10:53 Uhr

@Martin Roller
Stimmt, Devic war nicht im Abseits. Aber Milevskiy, als vorher er den Pass bekommen hatte, den er an Devic weitergespielt hat. In Ihrem Videolink sehr schön zu sehen ab Minute 0:17.

@Johannes Allgaier
Wo habe ich den Videobeweis gefordert? Werfen Sie doch nicht alle Kommentatoren in einen Topf...
P.S. Ach so, Sie meinten Herrn Meyer. Bei so vielen Meyers/Mayers kann man schon mal durcheinanderkommen... ;)

@BZ
Wo wir grad beim Thema sind: In dem Link von Kai Fischer zur Süddeutschen schreibt sich der Torrichter Florian MEYER. Bei Ihnen Florian MAYER. Welche Schreibweise stimmt nun?

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Kai Fischer  

Kai Fischer

Registriert seit: 17.09.2009

Kommentare: 1186

20. Juni 2012 - 11:16 Uhr

@ Egon Mayer:

"Welche Schreibweise stimmt nun?"

Ich fürchte, das weiß keiner so ganz genau. Im Internet finden sich etwa ebensoviele Torrichter Florian M... mit "ay" wie mit "ey".

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Manuel Rosenthal-Schöpflin  

Manuel Rosenthal-Schöpflin

Registriert seit: 13.07.2010

Kommentare: 1717

20. Juni 2012 - 12:52 Uhr

Beste Schiedsricherleistungen?

Schon die nicht gegebenen Strafstöße für Kroatien und Griechenland vergessen und als Krönung die Gelbe Karte mit Sperre des gefoulten Spielers gegen Deutschland für die angebliche Schwalbe?

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Olaf Darnelle  

Olaf Darnelle

Registriert seit: 15.08.2011

Kommentare: 107

20. Juni 2012 - 13:09 Uhr

Bestimmt kann man auch dort mehr verbieten und schärfer kontrollieren und bestrafen.

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Horst Bruckmann

Registriert seit: 29.10.2010

Kommentare: 400

20. Juni 2012 - 13:25 Uhr

Die Idee mit einem Torrichter strittige Situation zu entschärfen ist aus meiner Sicht mit dieser peinlichen Übung gescheitert.

Nun gilt es zu entscheiden, ob das Spiel "technisiert" wird oder wir den Fussball "traditionell" belassen - ohne den zusätzlichen Schiri am Tor.

Ich bekenne mich klar zu den Traditionalisten, ich mag mich auch in den nächsten 30 Jahren noch über falsche Schiedsrichterentscheidungen aufregen - weil es einfach dazu gehört. Nicht dazu gehört für mich ein Schiri am Strafraum, der 89 Minuten den "Hans-guck-in-die-Luft" gibt und bei den entscheidenden 2 Millisekunden versagt.

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Sebastian Meyer

Registriert seit: 22.02.2010

Kommentare: 560

20. Juni 2012 - 13:39 Uhr

Herr Allgaier:
Da Sie wahscheinlich mich meinten :)

Ich hab ja geschrieben, dass mir der Chip im Ball völlig ausreichen würde.

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Bernd Friedrich

Registriert seit: 24.02.2011

Kommentare: 23

20. Juni 2012 - 13:48 Uhr

*hust* korruption *hust* nein da steckt sicher kein tieferer sinn dahinter. niemals! bei der fußball EM geht es auch nicht um zig millionen euro. das überlässt man alles schön dem sportlichen zufall ;-)

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Ammar Ulabi™  

Ammar Ulabi™

Registriert seit: 08.05.2009

Kommentare: 3983

20. Juni 2012 - 15:03 Uhr

Wenn ich die Problematik(en) sowie die ganzen Repliken jeweils dazu durchgehe, stelle ich fest, wie immer mehr gespalten ich bei einer für alle Zeiten geltenden einvernehmlichen Lösung stehen kann.

Zum einen ist da die stete Verfeinerung unserer technischen Hilfsmittel sowie die Präzisierung von Erkenntnisgewinnen. Sie werden nach und nach Teil unseres Lebens und definieren die Standards und die Normalitäten neu. Wir überführen Verbrecher anhand von DNS-Proben und biometrischen Erkenntnissen, die vor wenigen Jahren noch gar nicht existierten, geschweige denn als "Standard" gelten und anerkannt werden konnten. So betrachtet haben auch gefälligst FIFAs und UEFAs diesem Trend zu folgen und die - meist elektronischen - Errungenschaften der Menschheit entsprechend anzuerkennen und einzusetzen.

Andererseits habe auch ich mehr als Verständnis für den Beibehalt des "menschlichen Faktors" - beim Erzeugen und beim Bewerten von sog. Tatsachen. Das hier nicht gegebene Tor hätte als solches gelten müssen, ebenso aber auch die dem vorausgegangene Abseitssituation. Beides wurde mittels Superzooms und Superzeitlupen sowie unterschiedlichen (Kamera-)Perspektiven hinreichendst belegt, und sie würden bei selbst hierdurch u.U. bleibenden Restzweifeln durch peinlich genaue Computersimulationen mehr als belastbar aufgelöst werden können, würde der Bedarf dazu zusätzlich anfallen.

Was wäre also gewesen, wenn all die belegenden Hilfsmittel das Tor gar nicht hätten gelten lassen können, da zuvor Abseits ? Wie hoch wäre der Aufschrei gewesen, wenn es darum gegangenen wäre, dass es sich beim Tortreffer schon längst um eine neue Spielsituation gehandelt hätte oder nicht ? Hat nicht jede Entscheidung, die während einer Abfolge von Ereignissen zu treffen gilt sodann direkten Einfluß auf das Folgegeschehen ? Das Tor als solches hätte einen Mittelkreisanstoß der Engländer zur Folge gehabt. Das ganze Spiel wäre daraufhin anders verlaufen. Vielleicht hätten die Engländer sogar 3:1 noch gewonnen, weil sich der weitere Verlauf zu deren Gunsten entwickelt hätte. Oder die Urkrainer hätten die Partie dann doch für sich gedreht ?

Keine Sorge, es folgen keine weiteren Spekulations-Fragen dieser Art, ich will nicht völlig vom Ärmel in den Schuh.

Ich bin daher dafür, entweder die totale physikalische und geometrisch-dynamische vektorale Überwachung endlich zuzulassen, was dann aber gleichwertig den Standard bildet für Bälle, Knochen und Emotionen (z.B. Schauspielerei und Schwalbenflüge). Zusätzlichwäre dann auch ein(e) Oberschiri(-jury) an Bildschirmen zu implementieren.

Oder aber man macht aus den Assis wieder klassische Fähnchenschwenker mit reiner Linienkompetenz, schafft den 4. Offiziellen ab und auch die Sprechanlagen.

In beiden Fällen hätten übrigens die neuen Torlinienrichter keinerlei Existenzbrechtigung mehr. Die haben sie nur aktuell, weil die Beweislastigkeiten am Ende weder Fisch noch Fleisch liefern und nur unnötig Geld und Ressourcen kosten.

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Werner Ketterer  

Werner Ketterer

Registriert seit: 17.06.2009

Kommentare: 255

20. Juni 2012 - 16:37 Uhr

An diesen Situationen wird das Dilema der Fußball-Spielregeln und deren Auslegen deutlich.
Nicht die Spielregeln sind ausschlaggebend, sondern die Spielauffassung der Schiedsrichter.
So ist zwingend vorgeschrieben, Gelb zu zeigen
- bei einer Grätsche von hinten
- bei Verhindern eines Freistoßes durch Blockieren des Balles
- bei zu viel Jubel (Trikotausziehen etc.) nach Toren
- bei Vortäuschen einer Verletzung
Wann jedoch wird die Karte gezeigt?

Wann haben wir das letzte mal einen 'falschen Einwurf' bestraft gesehen? - Außer in der C-Jugend versteht sich.
Wie oft spielt der Torhüter den Ball aus der Hand außerhalb des Sechzehners?
Gibt es die Regel des 'Sperren ohne Balls' noch - wenn ja, wann wurde das zum letzten Mal gepfiffen?
Inzwischen ist Fußball die einzige Sportart mit zwei Regeln: Eine außerhalb und eine innerhalb des Strafraums (das war kein 'elfmeterwürdiges Foul' meint der Reporter oft).
Mir scheint, dass es dringend notwendig ist, das Regelwerk des Fußballs insgesamt zu durchleuchten und in einen klaren Kontext zum Spiel zu bringen. Und zwar alle (!) Regeln - oder sie aus dem Regelbuch zu streichen.

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Egon Mayer

Registriert seit: 30.06.2010

Kommentare: 1485

20. Juni 2012 - 16:54 Uhr

@Werner Ketterer
Ich habe kürzlich bei einem Länderspiel einen falschen Einwurf gepfiffen gesehen. Ich kann nur nicht mehr genau sagen, ob bei der EM oder bei einem der Testspiele davor...
Das Problem mit den Fouls ist allerdings, dass sie auch von Spielern als gezieltes Mittel eingesetzt werden, um in günstigen Postionen Freistösse zu schinden. D.h. die Spieler werfen sich in dem Bewußtsein in den Zweikampf, vom anderen gefoult zu werden. Und da kann man dann schon mal von einem elfmeterunwürdigen Foul sprechen, finden sie nicht?

@Johannes Allgeier
Ergänzend zu Ihrer Frage, welche Situationen mit Videobeweis bewertet werden sollten: Das sollte man gar nicht so genau festlegen, sondern z.B. wie beim American Football jeder Mannschaft eine gewisse Anzahl an "Challenges" (z.B. 3 Stück) gewähren, die die Trainer dann variabel einsetzen können, um den Videobeweis einzufordern.
Wie gesagt, in anderen Sportarten sind elektronische Hilfsmittel als Unterstützung für die Schiedsrichter längst etabliert. Daher ist es völlig unverständlich, dass sich FIFA und UEFA noch immer sperren!

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Peter Disch (BZ)  

Peter Disch (BZ)

Registriert seit: 03.06.2009

Kommentare: 627

20. Juni 2012 - 19:01 Uhr

Offizelle DFB-Visitenkarte: http://www.dfb.de/index.php?id=11314

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Thorsten Wiedemann

Registriert seit: 06.08.2011

Kommentare: 83

20. Juni 2012 - 20:29 Uhr

Herr Mayer mit dem videobeweis machen sie den fussball kaputt, denn diese unterbrechungen werden nicht nur 10 oder 20 sekunden, sondern 2-4 minuten dauern...da kommen dann schöne werbeblöcke um den zuschauer zu unterhalten...der spielfluss ist dahin...

klar ist ein nichtgegebenes tor unglaublich ärgerlich noch dazu wenn ein schiri genau auf der linie steht, aber nach meiner meinung gleicht sich im fussball eben alles mit der zeit wieder aus...

sogar die engländer haben ihr wembley-tor zurückbekommen...^^

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Hermann Killius

Registriert seit: 02.12.2010

Kommentare: 233

20. Juni 2012 - 21:00 Uhr

Zumindest war die UEFA diesmal konsequent und hat die Blindfische aussortiert.Ein Teil davon sehen wir ja in der Bundesliga wieder.

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Johannes Gutenbrunner

Registriert seit: 20.06.2012

Kommentare: 9

20. Juni 2012 - 21:10 Uhr

Wann gibt es endlich Zeitlupenwiederholungen für den Schiedsrichter und den Chip im Ball? Dann könnten wir uns diese Diskussionen ersparen und alle wären glücklich.

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Egon Mayer

Registriert seit: 30.06.2010

Kommentare: 1485

20. Juni 2012 - 21:14 Uhr

Live aus dem Twitter-Tweet von Sepp Blatter:
"Nach dem Spiel letzte Nacht ist Torlinientechnik keine Alternative mehr, sondern eine Notwendigkeit."

@Thorsten Wiedemann
Der Fußball ist durch die Überreglementierung sowieso schon weitestgehend beschädigt. Ein wirklicher Spielfluß will ja gar nicht mehr in Gang kommen, weil jeder Mist gleich gepfiffen werden muss. Und das sehe ich nicht als Schuld der Schiedsrichter...
Und das mit den Werbeblöcken würde doch den geldgeilen Säcken entgegenkommen. Wollten die nicht vor ein paar Jahren mal die zwei Halbzeiten in drei Drittel ändern? Damit es noch eine Pause für einen Werbeblock gibt?

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Martin Roller

Registriert seit: 18.02.2012

Kommentare: 160

20. Juni 2012 - 21:59 Uhr

Nun, Herr Wiedemann, vielleicht könnte man ja auch gleichzeitig dazu übergehen, ähnlich wie in den bereits genannten Sportarten das Spiel auch mit einer "effektiven" Spielzeit laufen zulassen? Fußball dauert dann effektiv z.B: 2x30 Minuten, beim Pfiff des Schiedsrichters wird die Uhr angehalten, nach Klärung der Situation erfolgt der "Wiederanpfiff"?
Das hätte noch einen weiteren Vorteil, nämlich das meist gegen Ende eines Spieles feststellbare "Sterben" der Protargonisten, um Zeit zu schinden. American Football oder Rugby ist eine wesentlich kampfbetontere Mannschaftssportart, aber es gibt nur ein Bruchteil von vermeintlichen "Verletzungsunterbrechnungen" im Gegensatz zum Fußball. Und ausreichend Gelegenheit für Werbung gäbs auch, richtig...
Könnte man in dem Zusammenhang ja auch mal drüber nachdenken, oder?

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Peter Schlageter

Registriert seit: 01.06.2010

Kommentare: 54

20. Juni 2012 - 22:15 Uhr

Wie weit soll das ganze dilemma noch gehen? Dieser Torrichter standt nicht einmal 10m weg davon es wahren höchstens 3bis4m. Also dies ist wirklich ein Skandal jeder Blinder hatte das gesehen ddas wahr ein Tor. Oder beim spiel Kroatien gegen Spanien natürlich wahr es ein Elfer warum übersahr der Assistent dieses Faul auch? Es geschar direkt vor ihm. Meine güte das stellt für alle kein gutes Zeugniss . Vorallem für diesen schönen Sport mit solchen fragwürdigen Endscheidungen macht man diesen Sport kaputt.Es müßen Reformen her für das 21 Jahrhundert des Moderneren,schnelleren Fußball.

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Thorsten Wiedemann

Registriert seit: 06.08.2011

Kommentare: 83

20. Juni 2012 - 23:45 Uhr

Herr Roller, ich schau`mir auch gerne spiele der NFL an, wenn möglich sogar live und da dauert ein spiel mit 60min effektiver spielzeit mal ganz locker dreieinhalb stunden...

eine torlinientechnik die einfach funktioniert durch `nen piepton an der uhr des schiris kann ich mir vorstellen, aber man sollte den fussball nicht komplett verändern...

man sollte auch nicht vergessen dass von der bundesliga bis in die niederste kreisliga alle nach denselben regeln spielen und das sollte auch so bleiben denn millionen menschen lieben den fussball so wie er ist...

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