Kleinbrauer steht parat

Regine Ounas-Kräusel

Von Regine Ounas-Kräusel

Fr, 20. Juli 2018

Fischingen

Der Fischinger Gemeinderat hat die Sanierungsarbeiten für das Milchhüsli vergeben.

FISCHINGEN (ouk). Das alte Milchhüsli in Fischingen wird noch in diesem Jahr saniert. Der Gemeinderat beschloss am Mittwoch den Sanierungsplan mit einem Kostenrahmen von 25 585 Euro. Im Frühherbst sollen die Arbeiten abgeschlossen sein. Dann wird ein Fischinger Bürger, Sven Wendland, das Milchhüsli mieten, um dort eine Kleinbrauerei zu betreiben. Mit seinem Vater saß er als Zuhörer im Saal.

Der Gemeinderat diskutiert schon länger über eine Sanierung des Milchhüsli. Dabei geht es immer auch um die Frage, ob das Gebäude standfest ist, weil sich wegen Erdbewegungen Risse in den Mauern des 100 Jahre alten Gebäudes gebildet haben. Am Mittwoch wollte Dietrich Weber wissen, ob es im zurückliegenden halben Jahr weitere Bewegungen gegeben habe. Seit eineinhalb oder zwei Jahren habe sich nichts mehr bewegt, versicherte ihm Bürgermeister Axel Moick. Architekt Roland Böttcher bestätigte dies, Bauleiter Riesterer sei kürzlich mit einem Statiker vor Ort gewesen, sie hätten keine Bedenken.

Weber fragte indes, ob es ein schriftliches Gutachten des Statikers gebe. Dies vor dem Hintergrund, dass über das Milchhüsli schon so viel spekuliert wurde. Böttcher sagte, dass kein schriftliches Gutachten vorliege, auch, weil das viel Zeit in Anspruch nehmen würde. Bürgermeister Moick sagte zu, dass die Fallrohre nochmals überprüft werden, um Verstopfungen und den Austritt von Wasser zu verhindern.

Die Sanierungsarbeiten will die Gemeinde in Absprache mit den künftigen Mietern durchführen, wobei die Gemeinde nur die Kosten für eine Grundausstattung übernimmt. Die Eingangstür wird gerade schon eingebaut, für Schreinerarbeiten sind 3700 Euro eingeplant. Außerdem sind folgende Arbeiten vorgesehen: Rohbauarbeiten (2700 Euro), wozu die Sanierung der Risse gehört, Malerarbeiten (3000 Euro), die Erneuerung von Warm- und Kaltwasserversorgung (2800 Euro), Elektroarbeiten (3600 Euro), Ergänzung von Fliesen (1000 Euro) und Nebenkosten wie das Architektenhonorar. Um Kosten zu sparen, wird keine Toilette eingebaut. Das sei auch nicht notwendig, weil der Mieter in der Nähe wohne und keine Angestellten habe, hieß es. Es werde auch nur eine kleine Elektroheizung eingebaut (mit Demontage 1300 Euro). Der Kostenplan liegt unter dem vorgesehenen Betrag von 30 000 Euro.