Grünes Kleinod lockt Gäste

Benedikt Sommer

Von Benedikt Sommer

Mi, 12. Juli 2017

Freiamt

Bauerngarten am Freihof hat an Aktion "Tag der offenen Gartentür" teilgenommen.

FREIAMT. An der Aktion "Tag der offenen Gartentür" des Landkreises Emmendingen hat sich in diesem Jahr der Bauerngarten beim Heimatmuseum im Freihof beteiligt. Zahlreiche Gäste besuchte das kleine Schmuckstück des Heimatvereins.

Hilde Roser freute sich. Den ganzen Nachmittag riss das Interesse der Besucher am kleinen Bauerngarten auf dem Freiämter Freihof nur einmal kurz ab, als es ein wenig tröpfelte. "Ansonsten kamen die ganze Zeit Interessenten", erzählte Roser unter den Bäumen am Garten, mit dem Blick weit über das Land. Auch viele Mitglieder des Heimatvereins, darunter die erste Vorsitzende Hannelore Reinbold-Mench waren da. Aus Kenzingen, Denzlingen und sogar aus Oberwinden seien Besucher angereist. Vor drei Jahren haben Hilde Roser und ihr Mann Otto, seines Zeichens Gärtnermeister, gemeinsam mit Ute Beßler die Pflege des Gartens von Ursula Hauber übernommen. "Wir machen das hier, weil wir die Idee, auf dem Freihof ein Heimatmuseum einzurichten, toll finden", meinte Otto Roser. "Normalerweise arbeiten wir zu dritt jede Woche einen Tag in diesem Garten", meinte Hilde Roser, "in den letzten vierzehn Tagen aber doch fast jeden Tag".

Die viele Arbeit hat sich gelohnt. Perfekt präsentieren sich die Gemüsesorten in den vier, ganz klassisch um ein Wegkreuz aus Buchs angelegten Nutzbeeten, akkurat und unkrautfrei sind die Wege, blütenreich die Blumenränder. Dazu dekorierte Hilde Roser mit ihrer Tochter Angelika liebevoll das Gelände, im Außenbereich weisen kleine Naschgärten in alten Schubkarren den Weg. "Wir achten natürlich auf die klassische Fruchtfolge", erzählt Otto Roser, "und haben eigentlich so ziemlich alles im Garten, was so ein Hof früher für den Hausgebrauch benötigte. Schließlich stellte der Garten das ganze Jahr die Hauptquelle für das Gemüse dar". Von Tomaten, Erbsen, Bohnen, reicht das Angebot über verschiedene Salate, "Erdäpfel", Kohlsorten, Gurken bis zu den Zwiebelgewächsen. Dazu gibt es die klassischen Beeren und jede Menge Küchenkräuter. "Wenn es ans Ernten geht, haben wir zum Glück die Dienstagsgruppe im Heimatverein", meint Hilde Roser. In der an den Garten angrenzenden alten, aber großen und gemütlichen Küche des Gehöfts kochen die Aktiven regelmäßig nach ihren Einsätzen, gerne auch einmal alte Rezepte, und bedienen sich dazu bevorzugt aus dem Garten.

"Auch bei den Blumen orientieren wir uns an den Sorten, die es früher in solchen Gärten gegeben hat", meint Otto Roser, und verweist auf die Wicken, die so prächtig, und ganz von alleine, zwischen den Reihen aufgegangen sind. "So ein Garten wird heute nur noch selten gemacht, die Leute haben einfach keine Zeit mehr dafür", bedauert es Otto Roser, "dabei ist es eine so große Freude, an einem solchem Ort mit einen sehr so schönen Aussicht zu arbeiten".

Info: Am Freitag, 14. Juli, bietet sich erneut die Gelegenheit, den Garten zu besichtigen. Beim Bauern-Aktionsmarkt des Heimatvereins unter dem Motto "Alles rund um den Bauerngarten" von 15 bis 18 Uhr stehen die Gärtner für Führungen zur Verfügung.