Kreatives neben Kulinarischem

Benedikt Sommer

Von Benedikt Sommer

Mo, 11. Dezember 2017

Freiamt

Auch von auswärts strömen am Freitag die Besucher zum Freiämter Weihnachtsmarkt auf das Gelände des Freihofs.

FREIAMT. Ungeachtet des nasskalten Wetters strömten am Freitag die Besucher zum Weihnachtsmarkt auf das Gelände des Freihofs in Ottoschwanden. Gäste aus der ganzen Region nutzten das reichhaltige Marktangebot für ihren vorweihnachtlichen Einkauf.

Kaum ein Parkplatz war am frühen Freitagnachmittag mehr im Ottoschwandener Dörfle zu finden. Vom Sportplatz bis fast zum Friedhof reihten sich die parkenden Fahrzeuge in der angrenzenden Wiese. Zahlreiche Kennzeichen von außerhalb des Landkreises zeugten von der Anziehungskraft des idyllischen Marktes, den man auch ohne Schnee durchaus als einen der schönsten Weihnachtsmärkte des Landkreises bezeichnen kann.

Teddy aus echtem Mohair und Mobiles aus Astscheiben

So groß und vielfältig wie noch nie war in diesem Jahr das Angebot. Dank einer Mischung aus bewährten und neuen Anbietern gab es für viele Besucher wieder etwas Besonderes zu entdecken. Unerschöpflich scheint das kreative Potential der doch nur gut 4000 Einwohner umfassenden Gemeinde. Das Interesse der Anbieter war so groß, dass in diesem Jahr auch die Scheune mit ihrer ganz besonderen Atmosphäre "belebt" werden konnte, wie es der Bauernmarkt-Vorsitzende Hans Zimmermann formulierte. Von den selbstgenähten Teddybären aus echtem Mohair von Elke Weinmann, über Gefilztes von Milgitha Trede, von geschneiderten Fellmützen bis zum Astscheiben-Mobile konnte hier und unten im Hof gestöbert werden.

Dazu bot der Heimatverein vielfältigen Lesestoff und die gedrechselte "Hawergeiß", Jürgen Schneider verkaufte und signierte seine Freiämter Geschichten und im Turmuhrenmuseum konnte man sich von Hans Grafetstätter das Wunder der mechanischen Zeitmessung erklären lassen.

Da im vergangenen Jahr der Nikolaus von der großen Schar der Kinder schier überwältigt wurde, hatte er diesmal Verstärkung dabei. Ein silberglänzender Engel stand ihm zur Seite, um die Kleinsten mit seinem Schokoladenabbild zu erfreuen.

Aber was wäre der Freiämter Markt ohne seine kulinarischen Verlockungen? Regional produziert, frisch und von immer wieder überwältigender Qualität: Zum Angebot des wöchentlichen Bauernmarkts mit saisonalem Gemüse, selbstgebackenem Brot, Würsten vom eigenen Schwein kommt bei den Aktionsmärkten immer noch Besonderes dazu. Edle Brände von Klara Glatz etwa, geräucherte Forellen aus dem Brettental von Matthias Blust und Patrick Gerber, Nudelvielfalt aus der Sexauer Manufaktur von Claudia Bergmann oder Käseköstlichkeiten vom Grundhof. Erstmals widmete sich ein ganzer Stand nur Produkten aus Freiämter Wild. Dazu gab es selbstgebackene Weihnachtsbrötle und Linzertorten von Eltern der 6. Klasse des Schulzentrums und des Waldkindergartens.

Mit der Abenddämmerung und nachdem die diversen Einkäufe verstaut worden waren, legte sich allmählich die lebendige Unruhe des Markttreibens. Die Bläserklasse der Ettenheimer Heimschule St. Landolin spielte weiter ihre Weihnachtslieder, die Lichter funkelten und Glühwein, Punsch und heiße Waffeln sorgten für duftende, angenehm wärmende Freuden.