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13. Januar 2011

Kommissarische Leitung an der Reichweinschule

Bisherige Leiterin Claudia Bärwaldt ist nun Schulrätin.

WEINGARTEN. Ihre Zeit als Schulleiterin an der Adolf-Reichwein-Schule währte nur zwei Jahre: Seit Anfang Oktober ist Claudia Bärwaldt am Staatlichen Schulamt als Schulrätin für Sonderschulen tätig. Seitdem wird die Schule mit ihren 350 Schülerinnen und Schülern kommissarisch geleitet von Konrektorin Sylvia Bohn, die Grundschullehrerin ist, und von Sonderschullehrer Johannes Schubert. Dass beide Schularten in der kommissarischen Leitung vertreten sind, hat mit einer Besonderheit der Adolf-Reichwein-Schule zu tun: Seit 2008 sind unter ihrem Dach eine Grundschule und eine Schule für Erziehungshilfe (die ehemalige Weingartenschule) mit gemeinsamer Leitung und gemeinsamem Kollegium vereint. Das innovative Konzept für den in Baden-Württemberg einmaligen Schulverbund war von Claudia Bärwaldt initiiert worden. Wegen ihrer Erfahrungen mit inklusivem Unterricht war sie für das Staatliche Schulamt deshalb laut Schulamtsleiter Manfred Vossler die "Wunschkandidatin" für die Stelle der Schulrätin. Denn Freiburg ist eine der fünf Schwerpunktregionen in Baden-Württemberg, in der Erfahrungen mit dem gemeinsamen Unterricht von behinderten und nicht behinderten Kindern gesammelt werden sollen. Claudia Bärwaldt ist die dafür zuständige Ansprechpartnerin.

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Die Adolf-Reichwein-Schule weiß sie bei dem kommissarischen Leitungsteam in "sehr guten Händen". Der Prozess des Zusammenwachsens beider Schularten sei schon weit fortgeschritten gewesen. Abgeschlossen ist er laut Johannes Schubert noch nicht "Aber es wird keine Brüche geben", sagt er. Mit großer Rückendeckung vom Kollegium wollen er und Sylvia Bohn daran weiterarbeiten, bis die Leiterstelle wieder regulär besetzt ist.

Claudia Bärwaldt, sagt Vossler, habe "große Fußstapfen" an der Schule hinterlassen. Dieser Tage läuft ihre Probezeit als Schulrätin aus und die Vereidigung steht an. Danach soll die Schulleiterstelle für die Adolf-Reichwein-Schule neu ausgeschrieben werden. Verlässliche personelle Perspektiven wird sie brauchen, denn schon zeichnet sich eine neue Herausforderung ab: Langfristig soll sie nach dem Willen der Stadt zur Ganztagsgrundschule ausgebaut werden.

Autor: Anita Rüffer