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20. August 2010

Aktion: Zeit zum Abschalten

Sit-In gegen Atomkraftwerke.

In ganz Deutschland fordern am Samstag Menschen in mehr als 40 Städten die schwarz-gelbe Bundesregierung dazu auf, die Laufzeiten von Atomkraftwerken nicht zu verlängern – mal richtig abzuschalten eben. In Freiburg fordern sie dies zwischen 12 und 13 Uhr auf dem Kartoffelmarkt. Die Aktion ist Teil einer von "Campact" organisierten Protestkette: Vorhang auf für den "Heißen Sommer" in drei Aufzügen. Der Auftakt im Juli: Rund 5000 Demonstranten schlugen bundesweit mit Töpfen und Kochlöffeln "Atom-Alarm" vor den Wahlkreisbüros der CDU- und FDP-Abgeordneten. Das Zwischenspiel jetzt im August: ein sommerliches Sit-In zum Abschalten. Das Finale im September: Zehntausende wollen in Berlin das Regierungsviertel umzingeln. Damit es für das Finale mit der Anreise aus Südbaden klappt, wird der Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland morgen zwischen 10 und 15 Uhr am Bertoldsbrunnen über Sonderzüge von Freiburg nach Berlin informieren. "Es ist uns wichtig, den Leuten in Erinnerung zu rufen, dass der Bundestag im Herbst darüber entscheidet, ob es eine Verlängerung der Laufzeiten für Atomenergie geben wird oder nicht", sagt Beate Hippchen, die für die Aktion in Freiburg zuständig ist. Lokaler Adressat der Aktionen in Freiburg ist die CDU. Daniel Sander, umweltpolitischer Sprecher der CDU-Fraktion im Gemeinderat, weiß, dass die Mehrheit der Öko-City für einen möglichst schnellen Ausstieg aus der Atomkraft ist. "Kernkraft ist endlich und produziert atomaren Müll. Klar, das sind Gefahren. Aber gleichzeitig braucht unsere Wirtschaft Strom, und der muss bezahlbar bleiben", sagt der Politiker. "Nach heutigem Stand gibt es einfach keine tragbaren Alternativen."

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Autor: rge