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28. April 2016 09:25 Uhr

Radsport

"Bombenloch" in Zähringen wird für Mountainbiker gesperrt

Die Behörden verweisen beim Zähringer Trail auf Denkmalschutz und Sicherheitsrisiken. Die Mountainbiker sammeln nun Unterschriften für den Erhalt der Strecke.

  1. Vielleicht einer der letzten Sprünge ins „Bombenloch“? Foto: Thomas Kunz

Für das "Bombenloch", eine Mountainbikestrecke im Zähringer Zinswald, sieht es schlecht aus. "Aus Gründen des Denkmalschutzes und aus Sicherheitsgründen kann eine Genehmigung nicht in Aussicht gestellt werden." Zu diesem Schluss kommen die städtische Denkmalschutzbehörde, die des Landes, die Landesbergdirektion sowie das städtische Forstamt in einem Schreiben an die Beteiligten, das der BZ vorliegt. "Es wurden erhebliche Bedenken ausgewiesen", bestätigt Matthias Kreuzinger, Pressereferent des Regierungspräsidiums (RP) Stuttgart.

Besteht Gefahr durch unterirdische Hohlräume?

Wie berichtet, handelt es sich laut RP bei dem Areal um ein Kulturdenkmal, da dort im Mittelalter Silber abgebaut wurde. Kreuzinger spricht von einem "Gefährdungspotenzial durch mögliche Hohlräume". Ob sich tatsächlich Löcher ehemaliger Stollen im Untergrund befinden, sei nicht nachvollziehbar.

Die Behörde hat nun eine "absolute Tabuzone" ausgewiesen, die künftig nicht mehr befahren werden darf. Ein offizielles Verbot gibt es offenbar noch nicht.

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Die Bikeschule "2 cycle", die dort Fahrtrainings anbieten will, könne eine alternative Strecke planen, heißt es in dem Schreiben weiter. "Das Bombenloch liegt komplett in der Tabuzone", sagt dessen Inhaber Noah Grossmann. Die Argumentation hält er für "absoluten Schwachsinn" und verweist darauf, dass Biker die Strecke seit Jahren befahren. Einzelne Mitglieder des Mountainbikevereins haben dort auch Bauten angelegt und sammeln nun mit einer Onlinepetition Unterschriften für den Erhalt des Trails.

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Autor: sge