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01. März 2011

Personal

Konflikt um Aushilfskräfte am Theater entschärft - Dissens bleibt

Theaterleitung überzeugt Stadträte – aber nicht den Personalrat.

Der Konflikt ist entschärft, aber nicht beseitigt worden. In der nichtöffentlichen Sitzung des gemeinderätlichen Theaterausschusses am Freitagabend räumten Intendantin Barbara Mundel und der kaufmännische Direktor Klaus Engert die Befürchtung aus, Aushilfskräfte könnten die Überstunden von fest angestellten Bühnentechnikern übernehmen. Das hatten Personalrat und Gewerkschaft kritisiert, und die CDU-Fraktion verlangte daraufhin Auskunft von der Stadtverwaltung (die BZ berichtete). Doch gibt es weiterhin keine betriebliche Vereinbarung zwischen Theaterleitung und Personalrat.

Ein "natürliches Spannungsverhältnis" sei das, sagt Roland Meder vom Büro des Kulturbürgermeisters Ulrich von Kirchbach. Der Dissens jedenfalls blieb; wie es weitergeht, ist unklar. Klar ist allerdings, dass die städtischen Bühnen sparen müssen. Das sieht die Zielvereinbarung zwischen Rathaus und Theater vom Dezember 2008 vor. Im Gegenzug enthält das Theater Planungssicherheit. Um Kosten zu senken, soll die Mehrarbeit von 47 Technikern in drei Stufen abgebaut werden. So ließen sich 140 000 Euro einsparen, glaubt ein externer Gutachter.

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Dass diese Stunden keinesfalls von selbstständigen Aushilfskräften kompensiert würden, hätten Mundel und Engert schlüssig dargelegt, sagt CDU-Stadtrat Daniel Sander. Einen Schritt weiter geht die grüne Fraktionschefin Maria Viethen: "Man kann sich fragen, warum diese Mehrarbeit nicht schon früher abgebaut wurde." Sie signalisiert der Theaterleitung politische Rückendeckung: "Solche Konflikte muss man auch durchstehen."

So sehen das wohl auch Personalrat und Gewerkschaft Verdi. Sie glauben, dass die Techniker gute Chancen hätten, ihre Mehrarbeit vor dem Arbeitsgericht durchzubekommen. Zur gegenteiligen Einschätzung kommt das städtische Rechtsamt. Der Konflikt hinter den Kulissen wird noch eine Weile anhalten.

Autor: mac