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05. März 2010

Die Stadtbau erfüllt den Plan

Millioneninvestitionen in Wohnungen, Bäder und Parkhäuser / Die Tochtergesellschaft FKB rutscht für einige Jahre ins Minus.

  1. Ein Projekt von vielen: Die Stadtbau errichtet Reihenhäuser am Hanni-Rocco-Platz im Rieselfeld. Foto: bamberger

Die Stadtbau GmbH und ihre Töchter drehen ein großes Rad. Und das ganz planmäßig. Bei einem Umsatz von knapp 66 Millionen Euro im vergangenen Jahr hat die städtische Wohnungsgesellschaft einen Überschuss von 1,2 Millionen Euro erwirtschaftet. Das sagte Geschäftsführer Ralf Klausmann auf Anfrage der BZ. Geradezu explodiert sind die Investitionen. In den nächsten fünf Jahren sind weitere knapp 220 Millionen Euro vorgesehen.

Die Wohnungsgesellschaft ist zur Allzweckwaffe der Stadtentwicklung geworden. Unter dem Dach der "Stadtbau GmbH" werden Reihenhäuser errichtet, Wohnungen modernisiert oder gebaut, Tiefgaragen saniert, Schwimmbäder erneuert. Damit nicht genug: Immer wenn es kompliziert wird, muss die Stadtbau ran. Zum Beispiel, um das lang ersehnte Kunstdepot in Hochdorf zu bauen (knapp 7 Millionen Euro, Fertigstellung 2012). Oder um geförderten Mietwohnungsbau an schwierigen Standorten wie der Bettackerstraße in Haslach zu realisieren (8,3 Millionen Euro, Fertigstellung in diesem Jahr).

Schwerpunkt des Verbunds ist die Mutter: die Stadtbau GmbH. Sie hat im vergangenen Jahr 15 Millionen Euro in den Neubau von Mietwohnungen investiert. Ein Rekord, der in den nächsten beiden Jahren noch einmal deutlich übertroffen werden soll (26,4 und 22,5 Millionen Euro). 309 Wohnungen werden in den Jahren 2008 bis 2010 neu entstehen. 369 weitere sollen in den drei Folgejahren hinzukommen.

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"Wir investieren stärker in den Bestand und weniger in die Verwaltung", sagt Ralf Klausmann, der seit gut zehn Jahren die Geschäfte führt. In dieser Zeit ist die Zahl der Vollzeitstellen um 35 auf 140 gesunken, der Umsatz um 250 Prozent gestiegen und die Eigenkapitalquote von miserablen 18,4 Prozent auf passable 35 Prozent gewachsen, was Kredite und damit das Bauen günstiger macht. Gleichzeitig sind die Ausgaben für Instandhaltung der eigenen Wohnungen von 11 auf 17 Millionen Euro erhöht worden. Der mittelfristige Wirtschaftsplan sieht ein Plus von etwa drei Millionen Euro im Jahr bis 2014 vor.

Richtig teuer war die Sanierung der Schlossberg-Garage, die vergangenen November nach 16 Monaten abgeschlossen wurde. Kosten: fast 5 Millionen Euro. Weil die Stadtbau-Tochter "Freiburger Kommunalbauten GmbH" (FKB), die neben mehreren Garagen auch das Eugen-Keidel-Bad betreibt, für dieses Großprojekt Rückstellungen gebildet hatte, blieb die ganz große Delle aus. Dank ertragreicher Parkhäuser blieb es bei einem Minus von 133 000 Euro. Zumal das Thermalbad wegen der begonnenen Großsanierung bereits mit einem Defizit von knapp 900 000 Euro zu Buche schlägt.

Im laufenden Jahr wird’s noch heftiger. Da wird die neun Millionen Euro teure Modernisierung des Keidelbads fortgesetzt, was die FKB ein Defizit von 3 Millionen Euro kalkulieren lässt. Vom Jahr 2014 an, so die die Planung, soll sie wieder schwarze Zahlen schreiben. Jede GmbH im Stadtbau-Verbund, darauf legt Klausmann großen Wert, müsse ihre eigenen Investitionen erwirtschaften. "Wir verschieben keine Bilanzen hin und her."

Autor: Uwe Mauch