DRUCK-SACHE

BZ-Redaktion

Von BZ-Redaktion

Mi, 28. März 2018

Freiburg

STADTTEIL DIETENBACH

Kritik an Umweltprüfung

Der lokale Arbeitskreis Freiburg-Kaiserstuhl des Landesnaturschutzverbandes (LNV) wendet sich gegen den geplanten neuen Freiburger Stadtteil Dietenbach. "Aus Naturschutzgründen kann der LNV eine solche Bebauung nicht gutheißen", erklärte Ekkehard Köllner, Sprecher des Arbeitskreises zu der umfangreichen Stellungnahme. "Zu groß wären die Eingriffe in das verlorengehende, offene Gelände, das eine erstaunliche Artenvielfalt besitzt und aus ökologischen Gründen unverzichtbar ist." Der LNV kritisiert auch die "strategische Umweltprüfung" für die geplante Bebauung. Mit dieser Prüfung hat die Stadt das geplante Bauvorhaben einer intensiven ökologischen Untersuchung unterzogen. Der LNV bemängelt unter anderem, dass während der Erstellung des Umweltberichts der geplante Stadtteil von 5000 auf 6000 Wohnungen vergrößert worden sei. Dennoch seien die Umweltauswirkungen mit der alten Zahl beurteilt worden. Die Auswirkungen würden damit systematisch unterschätzt. Der LNV schreibt in seiner Stellungnahme auch, dass das Dietenbachgelände ein unverzichtbarer "grüner Finger" sei, der weit in die städtische Bebauung vordringe und klimatisch günstige Wirkungen hervorbringe. Zudem gingen bei einer Bebauung 130 Hektar wertvolles Ackerland verloren, für die es keinen Ersatz gebe. Auch auf das benachbarte Naturschutzgebiet Rieselfeld würden zusätzliche Belastungen zukommen, etwa durch Naherholungssuchende.

Der Naturschutzverband Nabu betont, dass durch eine Dietenbach-Bebauung Schwarzmilan, Mäusebussard, Baumfalke, Weißstorch, Neuntöter und Feldlerche ihre Lebensstätte verlieren würden. Die vorgeschlagenen Ausgleichsmaßnahmen würden nicht den Verlust des für die Vogelarten wichtigen Offenlandes kompensieren, so der Nabu weiter.

KLIMASCHUTZZIELE

AfD rät zu Abschied

Nach dem die Suche nach neuen Standorten für Windkraftanlagen mit einem ernüchternden Ergebnis geendet hat, rät der AfD-Kreisverband der Stadt Freiburg, von ihren Klimaschutzzielen Abschied zu nehmen. "Die utopischen Klimaziele werden nie erreicht werden", schreibt AfD-Kreisvorsitzender Andreas Schumacher in einer Stellungnahme. Anstatt weiter sinnlos Geld zu verpulvern, um neue Standorte für neue Windräder zu finden, solle sich die Stadtverwaltung lieber Alternativen überlegen, wie man Freiburg sicher und vor allem günstig mit Strom versorgen könne.