DRUCK-SACHE

BZ-Redaktion

Von BZ-Redaktion

Di, 21. Februar 2017

Freiburg

BÜRGERVEREIN NEUHÄUSER

Wohnungsbau in Kappel

Der Bürgerverein Neuhäuser kritisiert den Vorschlag von SPD-Stadtrat Walter Krögner und Walter Hallenberger, der für die Grüne Liste im Kappler Ortschaftsrat sitzt, im Altlastengelände der ehemaligen Stolberger-Zink in Kappel Sozialwohnungen bauen zu wollen.

Die Treubau hatte von der geplanten Bebauung des Geländes wegen der sehr hohen Sanierungskosten für die extrem giftige Altlast Abstand genommen.

Dass nach dem Willen der Politiker in Neuhäuser nun statt "Wohnungen für junge Familien" künftig ausgerechnet Sozialwohnungen entstehen sollen, findet der Bürgervereinsvorsitzende Jürgen Fiederlein zynisch. "Längst ausgemusterte Lösungen werden skrupellos wieder aus der Schublade gezogen, in der Hoffnung, die Gemeinde Kirchzarten düpieren zu können. So könnten die Kosten minimiert und das Gift dem Nachbarn hingekippt werden", sagt Fiederlein. Der Bürgerverein sei sensibilisiert, so Fiederlein und werde weiter dafür kämpfen, dass in Neuhäuser nur eine nach neustem technischen Standard und wissenschaftlichen Erkenntnissen funktionierende Sanierung zum Tragen kommt: "Alles andere wäre angesichts des nachgewiesenen Giftcocktails eine Farce und unverantwortlich gegenüber den dort lebenden Menschen und der Umwelt."

STADTTEIL DIETENBACH

Landwirte ohne Hoffnung

Die Bürgerinitiative pro Landwirtschaft und Wald in Freiburg Dietenbach und Regio (BI) zeigt sich nach einem Gespräch mit der Planungsgruppe Dietenbach über den geplanten Neubaustadtteil enttäuscht. Einige der in der BI organisierten und wegen des neuen Stadtteils betroffenen Landwirte erfuhren nun, dass sie im Zuge des entstehenden Stadtteils für die bisher insgesamt 130 Hektar Landwirtschaft nur 29 Hektar Ersatzflächen zugewiesen bekommen. Zudem stünde noch nicht einmal fest, wo diese viel zu geringe Ausgleichsfläche entstünde. "Es ist der Stadt offensichtlich unmöglich, den Dietenbach-Landwirten gerecht und fair Ersatzland anzubieten", heißt es in einem Schreiben von Monika Falkner von der Initiative. Es sei höchste Zeit, die ausreichenden Alternativen bei der Stadtentwicklung auf den Tisch zu bringen und vom Neubau auf der grünen Wiese Abstand zu nehmen. Mit der Vernichtung der Ackerflächen fürs Bauen gingen auch immer mehr große Flächen für die Ernährung, Naherholung und Klima für alle Bewohner verloren.

AFD-KREISVERBAND

Kein Flüchtlingsheim

Der Kreisverband der Alternative für Deutschland (AfD) hat positiv auf die Entscheidung der Stadt Freiburg reagiert, das geplante Flüchtlingsheim in Landwasser nicht zu bauen. "Die Entscheidung kommt spät, aber sie ist richtig", sagte Kreissprecher Andreas Schumacher. Er verbuchte das geplatzte Projekt zudem als Erfolg der AfD. So hätte seine Partei früh auf die sinkenden Flüchtlingszahlen und die Probleme in der Wirthstraße hingewiesen.